Bundestag beschließt Tankrabatt – Entlastung bei Spritpreisen 2026
Autor: Nadine Wüste, Agentur dpa
Deutschland, Freitag, 24. April 2026
Der Bundestag hat über den Tankrabatt und eine steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte entschieden. Hintergrund sind die stark gestiegenen Kraftstoffpreise nach dem Iran-Konflikt und die Energiekrise.
Der Bundestag entscheidet an diesem Freitag (24. April 2026) über den Tankrabatt. Damit sollen Autofahrer bei den Kraftstoffpreisen entlastet werden. Diese sind nach dem Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar stark angestiegen. Von Anfang Mai bis Ende Juni sollen die Abgaben auf Diesel und Benzin um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter reduziert werden.
Update vom 24.04.2026, 12.02 Uhr: Entlastungen beschlossen - was kommt?
Der Bundestag hat den Tankrabatt zur Entlastung bei den Kraftstoffpreisen beschlossen. Damit werden die Abgaben auf Diesel und Benzin von Anfang Mai bis Ende Juni um etwa 17 Cent pro Liter reduziert. Seit dem Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar sind die Spritpreise stark angestiegen und liegen trotz eines zwischenzeitlichen Rückgangs noch immer weit über ihren Niveaus vor Ausbruch des Konflikts. Die Senkung der Energiesteuersätze muss noch den Bundesrat passieren, dazu ist am Mittag eine Sondersitzung geplant. Den Staat kostet die Maßnahme rund 1,6 Milliarden Euro.
Mitte April hatten die Spitzen der schwarz-roten Koalition vorübergehende Steuererleichterungen für Autofahrer vereinbart. "Damit werden wir sehr schnell die Lage für die Autofahrer und für die Betriebe im Land verbessern und vor allem für diejenigen, die vor allem aus beruflichen Gründen sehr viel mit dem Auto unterwegs sind", sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU). Für einen durchschnittlichen Autofahrer dürfte der Rabatt in den zwei Monaten einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag bringen.
Zweites Paket
In einem ersten Maßnahmenpaket war beschlossen worden, dass Tankstellen nur noch einmal täglich, und zwar um 12 Uhr, die Preise erhöhen dürfen. Außerdem bekam das Kartellamt mehr Befugnisse. Einen durchschlagenden Effekt auf die Preise hatten diese Maßnahmen zunächst aber nicht.
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie hat angekündigt, dass die volle Steuerersparnis weitergegeben werden soll - wies aber darauf hin, dass dies auch von anderen Preisentwicklungen überlagert werden kann.
Der CDU-Abgeordnete Matthias Hiller sagte im Bundestag, die Koalition reagiere schnell und präzise. Der AfD-Politiker Kay Gottschalk dagegen nannte den Tankrabatt einen "Tropfen auf den heißen Stein". Er gelte nur zwei Monate und laufe pünktlich zur Ferienzeit aus.
Preissprung bei Spritpreisen
Die Ölpreise waren wegen der Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus stark gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags lagen sie laut ADAC für Super E10 bei 2,074 Euro pro Liter, für Diesel bei 2,150 Euro. Das waren rund 30 beziehungsweise rund 40 Cent mehr als vor Beginn des Konflikts.