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Bremen: Mann entdeckt Kartons mit 23 Katzen an Friedhof


Autor: Isabel Schaffner

Bremen, Donnerstag, 09. April 2026

In Bremen wurden zwei Kartons mit zahlreichen hilflosen Katzen entdeckt. Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Die neugeborenen Katzen wurden ihrem Schicksal überlassen.


Am Mittwochvormittag, 8. April 2026, wurden Einsatzkräfte nach Hemelingen in die Marschstraße gerufen. Ein aufmerksamer Bürger hatte am Eingang eines Friedhofs zwei Kartons entdeckt, aus denen leises Miauen drang.

Vor Ort bestätigte sich laut der örtlichen Polizei der Verdacht: In Kartons, die mit Paketband verschlossen und nur mit wenigen Luftlöchern versehen waren, befanden sich insgesamt 23 Katzen. Darunter waren drei ausgewachsene Tiere und 20 neugeborene Kätzchen. Die Kartons waren innen bereits durch Urin durchnässt. In einem Karton lag außerdem etwas Katzenfutter.

Katze aus Karton geflüchtet - restliche 22 in Obhut von Tierschützern

Als die Kartons vorsichtig geöffnet wurden, nutzte ein vermutliches Muttertier die Gelegenheit zur Flucht. Die anderen 22 Katzen konnten gesichert und auf die Dienststelle gebracht werden. Dort erhielten sie eine erste Versorgung. Anschließend kamen die Tiere - mit Futterspenden von hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern - in das Tierheim Bremen.

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Eine Überprüfung der ausgewachsenen Tiere auf einen Mikrochip brachte kein Ergebnis, führt die Polizei fort. Hinweise auf die bislang unbekannten Verantwortlichen liegen derzeit noch nicht vor.

Die Polizei Bremen hat eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Zeugen sollen sich an den Kriminaldauerdienst unter 0421 362-3888 wenden. Die Ermittlungen dauern an.

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