Durchbruch in Kindesmissbrauchsfall? BKA setzt auf die Stimme des Verdächtigen

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BKA fahndet nach unbekanntem Mann: Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes
Ein bislang unbekannter Mann soll ein Kind sexuell missbraucht haben. Symbolfoto: pixabay.com / ninocare
BKA fahndet nach unbekanntem Mann: Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes

Das Bundeskriminalamt fahndet nach einem Tatverdächtigen, der einen Jungen schwer sexuell missbraucht haben soll. Die Ermittler haben dazu ein Foto und eine Stimmaufnahme des Mannes veröffentlicht.

Ein Mann im Alter zwischen 35 und 50 Jahren wird wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Kindesmissbrauch gesucht. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden ist seit Mitte März 2024 auf der Suche nach diesem bisher unbekannten Tatverdächtigen.

"Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt gehen davon aus, dass die Tat in Deutschland stattgefunden hat", gab das BKA Mitte März bekannt. Es existieren demnach Belege, "die den Missbrauch des Opfers durch den Tatverdächtigen eindeutig dokumentieren". Inzwischen hat das BKA erneut wichtige Details an die Öffentlichkeit herangetragen.

Update vom 19. April 2024: BKA Fahndung: Stimme des mutmaßlichen Kindesmissbrauch Täters veröffentlicht

Laut dem BKA wird dem Mann vorgeworfen, einen Jungen im Alter von etwa 10 bis 13 Jahren schwer sexuell missbraucht zu haben. Trotz der ersten Fahndungsaufrufe an die Öffentlichkeit sind der Ort des Verbrechens und die Identität des Täters noch unbekannt. "Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt gehen davon aus, dass die Tat zwischen Anfang 2017 und Oktober 2023 in Deutschland stattgefunden hat", fügte das BKA hinzu.

Die Behörden verfügen über eine Videoaufnahme von mehreren Minuten, "die den Missbrauch des Opfers durch den Tatverdächtigen eindeutig dokumentiert". Aus der Aufnahme geht hervor, dass der mutmaßliche Täter auf muttersprachlichem Niveau Hochdeutsch spricht und ein gepflegtes Erscheinungsbild aufweist. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass er sein Aussehen seitdem verändert hat. Zudem könnte es sein, dass die Verbrechen bis zum heutigen Tag fortgesetzt werden.

Das BKA hat nun eine Audioaufnahme der Stimme des Verdächtigen veröffentlicht. "Die Ermittler erhoffen sich durch eine Veröffentlichung des Fahndungsaufrufs diesbezüglich neue Erkenntnisse."

Erstmeldung vom 11. März 2024: Hat er ein Kind schwer sexuell missbraucht? BKA sucht mutmaßlichen Täter

Die Ermittler des BKA und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main verfügen über Dateien, die vermutlich den Tatort abbilden. Sie nehmen an, dass dieser Ort die Wohnung des Mannes darstellt.

"Sämtliche bisherige Ermittlungsmaßnahmen haben nicht zu einer Identifizierung des Tatverdächtigen, des Opfers oder des Tatorts geführt", so das BKA. Neben einem Foto hat das Bundeskriminalamt auch eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters veröffentlicht: 

  • Zur unbekannten Tatzeit ca. 35-50 Jahre alt
  • dunkles Haar
  • dunkler Bart
  • möglicherweise dunkles Merkmal unterhalb des linken Auges

Darüber hinaus liegt auch eine Beschreibung des vermeintlichen Wohnraums des Mannes vor: 

  • augenscheinlich Wohnraum
  • eine grell grün gestrichene Zimmerwand
  • auffällige Holz-Deckenverkleidung mit zwei ebenfalls 
    grell grün gestrichenen Leisten
  • grau-schwarzes Schlafsofa

Die Ermittler erhoffen sich durch eine Veröffentlichung des Fahndungsaufrufs diesbezüglich neue Erkenntnisse. Daher wollen sie wissen, wer Hinweise zu dem Gesuchten geben kann:

  • Wer kennt den abgebildeten Täter oder kann Angaben zu seiner Identität machen?
  • Wem ist der skizzierte Tatort bekannt?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Wiesbaden: Tel. 0611 55-18444, E-Mail: fahndung@bka.bund.de oder jede andere Polizeidienststelle. In begründeten Fällen sichert das BKA Hinweisgebern und Hinweisgeberinnen Vertraulichkeit zu.