Berlin: Mann auf offener Straße erschossen
Autor: Redaktion, Agentur dpa
, Montag, 10. August 2026
Die Schusswaffengewalt in Berlin gerät laut offiziellen Statistiken zunehmend außer Kontrolle. Nun ist ein 30-Jähriger auf offener Straße erschossen worden - die Täter konnten flüchten.
Ein Mann wurde nach einem Konflikt zwischen mehreren Personen in Berlin auf offener Straße angeschossen und dabei tödlich verletzt. Rettungskräfte versuchten, den 30-Jährigen wiederzubeleben, jedoch verstarb er noch am Tatort im Stadtteil Charlottenburg, wie die Polizei auf X mitteilte.
Laut einer Polizeisprecherin sind die mutmaßlichen Täter flüchtig. Wie viele Schüsse bei dem Vorfall auf dem Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten kurz vor Mitternacht abgefeuert wurden, blieb ungenannt. Auch die Hintergründe des Streits sind weiterhin unklar.
30-Jähriger in Westberlin erschossen - Schusswaffengewalt steigt
Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Tatort befindet sich im Westen Berlins. Der Bahnhof Zoologischer Garten ist im Berliner ÖPNV als bedeutender Knotenpunkt bekannt. Für viele Touristen, die den westlichen Teil der Hauptstadt erkunden möchten, dient der Bahnhof als Ausgangspunkt. Die bekannte Einkaufsstraße Kurfürstendamm und die Gedächtniskirche liegen unter anderem in der Nähe. In Berlin kommt es immer wieder zu Vorfällen mit Schusswaffen.
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Erst am frühen Sonntagmorgen wurde auf die Scheibe eines Lokals in Neukölln geschossen. Am Wochenende zuvor wurde ein 38-Jähriger in Schöneberg angeschossen. Laut Polizei hat der Einsatz von Schusswaffen in Berlin in der Vergangenheit stark zugenommen. "Streitigkeiten, die früher mit Fäusten ausgetragen wurden, werden heute vielleicht eher mit Schusswaffen ausgetragen", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel etwa im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses im Februar.
Im Jahr 2025 registrierte die Berliner Polizei 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch - ein Anstieg um 68 Prozent gegenüber 2024. Dabei wurde in mehr als 500 Fällen auch geschossen.