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Berlin: 17-Jährige in Straßenbahn rassistisch beleidigt und von Erwachsenen verprügelt


Autor: Redaktion

Berlin, Mittwoch, 09. Februar 2022

Nach einer Attacke auf eine 17-Jährige am Samstag in Berlin ermittelt nun der Staatsschutz. Ein Streit in einer Straßenbahn eskalierte zu rassistischen Beleidigungen und körperlichen Angriffen einer sechsköpfigen Gruppe auf die Jugendliche.
Ein 17-Jährige ist am Samstag (5. Februar) an einer Straßenbahn-Haltestelle von mehreren Erwachsenen attackiert worden.


Mehrere Menschen sollen am Samstag (5. Februar 2022) in Berlin eine 17-Jährige festgehalten, geschlagen und getreten haben, nachdem es in einer Straßenbahn zu einem Streit gekommen war. Das hatten mehrere Medien am Sonntag unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Am Dienstag (8. Februar) hat sich das Opfer bei Instagram zu Wort gemeldet und die Darstellung des Vorfalls in mehreren Medien kritisiert. Ersten Berichten zufolge sei es die 17-Jährige gewesen, die keine Maske getragen hatte - sie behauptet nun das exakte Gegenteil: "Ich war die einzige, die eine Maske getragen hat."

Update vom 9.2.2022, 22.30 Uhr: Polizei liefert Update zum Ablauf des Streits

Die Berliner Polizei korrigiert ihre Erstmeldung zum Vorfall: Nach Sichtung von Videomaterial sowie weiterer Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass die Jugendliche beim Ein- und Aussteigen aus der Tram eine Mund-Nase-Bedeckung trug und diese lediglich kurz nach unten gezogen hatte, als es aufgrund der rassistischen Beleidigungen gegen sie zu einem Streit mit den sechs Erwachsenen gekommen war. Die sechs Tatverdächtigen trugen überwiegend keine Mund-Nase-Bedeckungen, schreibt die Berliner Polizei. Die Ermittlungen dauern an.

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Wegen des Vorwurfs der rassistischen Beleidigung und der gemeinschaftlichen Körperverletzung in Prenzlauer Berg ermittelt inzwischen der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt und sucht nun Zeugen.

Streit wegen Maskenpflicht eskaliert: 17-Jährige an Berliner Tram-Haltestelle attackiert

Originalmeldung: Das steht allerdings im Widerspruch zur offiziellen Polizeimeldung, auf deren Basis berichtet wurde. "Gegen 20.10 Uhr alarmierte die Jugendliche die Polizei in die Greifswalder Straße und gab an, dass es zuvor in der Tram der Linie M4 zu einem Streit zwischen ihr und sechs Erwachsenen gekommen sei, weil diese die Jugendliche auf ihre fehlende Mund-Nase-Bedeckung angesprochen hätten", heißt es wörtlich in der Pressemitteilung der Polizei.

Nach Angaben der Jugendlichen sei es daraufhin erst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen und sie sei von zwei Frauen aus der Gruppe rassistisch beleidigt worden, schildert die Polizei weiter. Als alle Beteiligten an der Haltestelle Greifswalder Straße gemeinsam die Bahn verlassen hatten, soll eine der drei Frauen aus der Gruppe der 17-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen und mehrfach versucht haben, sie zu treten. Als es der Angegriffenen gelungen sei, den Attacken auszuweichen, hätten sie zwei Männer aus der Gruppe festgehalten. Zwei der drei Frauen sollen das Mädchen mehrfach geschlagen und getreten haben. Zudem soll eine der Frauen ihr Haare ausgerissen haben.

Die 17-Jährige hatte mit ihrem Handy ein Video von den sechs Personen aufgenommen, das sie den Polizeieinsatzkräften zeigte. Einer der Beamten erkannte einen der Männer aus vorangegangenen Polizeieinsätzen in einer Kneipe in der Greifswalder Straße wieder. In besagter Kneipe konnten die drei Männer, 42, 44 und 51 Jahre alt, festgestellt und ihnen der Tatvorwurf gemacht werden. Alle drei wurden vorläufig festgenommen. Die drei bestritten die Vorwürfe. Alle Festgenommenen waren alkoholisiert, zu den Frauen wollte zunächst keiner der Männer Angaben machen.  Die 17-Jährige musste in einem Krankenhaus behandelt werden, in dem sie zur Beobachtung stationär aufgenommen wurde.

Staatsschutz ermittelt und sucht Zeugen

Aufgrund des Vorwurfs der rassistischen Beleidigung und der gemeinschaftlichen Körperverletzung ermittle inzwischen der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt, informiert die Polizei. Es werden Zeugen gesucht, die ans Licht bringen sollen, wie sich der Vorfall am Samstagabend tatsächlich abgespielt hat.

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