Bayern tankt am günstigsten – Kartellamt prüft Preisdaten
Autor: dpa
, Dienstag, 04. August 2026
Die Spritpreise schwanken regional deutlich. Im bundesweiten Tagesschnitt war der Benzinpreis zuletzt aber erstaunlich stabil und das Kartellamt ringt mit den Mineralölkonzernen um Daten.
Tanken ist derzeit in Bayern am billigsten. Bei Diesel teilt sich der Freistaat den Spitzenplatz mit dem Saarland, bei Super E5 liegt er allein vorn und bei E10 gemeinsam mit Berlin, wie aus Daten des Spritpreisportals Tankerkönig (Stand Dienstag, 6.30 Uhr) hervorgeht. Bei den vom ADAC gemeldeten bundesweiten Tagesdurchschnittspreisen ist dagegen derzeit eher wenig Bewegung.
Bei Super E5 war Bayern zum Zeitpunkt der Tankerkönig-Stichprobe um 8 Cent günstiger als Sachsen-Anhalt und Bremen am anderen Ende der Skala. Bei E10 ist der Unterschied zwischen Bayern und Berlin als billigste Standorte und Hessen, Bremen und Sachsen-Anhalt mit 7 Cent etwas geringer. Bei Diesel sind es ebenfalls 7 Cent - hier zwischen Bayern und Saarland am günstigen Ende und Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen am teuren Ende.
Ebenfalls eher günstig war Diesel in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Benzin ebenfalls in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Berlin, dem Saarland und Brandenburg.
Eher teuer waren Sachsen, Thüringen und Hessen bei Benzin sowie Sachsen bei Diesel. Je nach Region innerhalb der Länder und je nach Tankstelle und Uhrzeit können die Werte aber stark abweichen.
Benzinpreis ist ungewöhnlich stabil
Im vom ADAC gemessenen bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter Super E10 am Montag 2,145 Euro. Das waren 0,6 Cent weniger als am Sonntag. Ein Liter Diesel verbilligte sich um 0,2 Cent auf 2,225 Euro.
Vor allem der Benzinpreis ist in den vergangenen Wochen ungewöhnlich stabil. Seit dem 16. Juli lagen die Tagesdurchschnittswerte stets in einem schmalen Preisband zwischen 2,132 und 2,168 Euro.
Dabei bewegte sich der Rohölpreis, der gemeinhin als wichtigster Treiber für Preisunterschiede an den Zapfsäulen gilt, im selben Zeitraum sehr viel stärker: Ausgehend vom Preis am 16. Juli ergibt sich eine Schwankungsbreite um rund ein Fünftel.