Bayerische Brauerei Gutmann ruft alkoholfreies Bier zurück - kurioser Grund
Autor: Alexander Kroh
Titting, Samstag, 04. April 2026
Eine besonders für ihr Hefeweizen bekannte Brauerei aus Bayern ruft Bier zurück. Konkret geht es um zwei Sorten alkoholfreies Hefeweizen. Der Grund klingt kurios.
Die Brauerei Gutmann aus Titting in Oberbayern, nahe der Grenze zu Franken, ruft zwei Sorten alkoholfreies Weizenbier zurück. Der Grund hört sich zunächst kurios an, kann aber für einige Menschen schwerwiegende Folgen haben.
Bei der Abfüllung der Weizenbiere könne es in Einzelfällen zu einer Nachgärung mit Hefe gekommen sein, teilte die Brauerei Gutmann mit. Dadurch könne nicht ausgeschlossen werden, dass "vereinzelt der zulässige Alkoholgehalt für alkoholfreie Biere überschritten wird". Auch könne dadurch der Druck der Flasche steigen. Der Überdruck wiederum kann Glasbruch verursachen. Deshalb habe man umgehend reagiert und das alkoholfreie Bier aus dem Verkauf nehmen lassen.
Brauerei Gutmann ruft alkoholfreies Weizenbier zurück
Die Brauerei klärt auf: "Ein Verzehr des Bieres kann aufgrund des erhöhten Alkoholgehalts gesundheitsschädlich sein. Wir bitten daher dringend, das betroffene Bier nicht zu trinken. Dies gilt insbesondere für Personen, die alkoholhaltige Getränke nicht konsumieren möchten oder dürfen."
Video:
Verbraucher werden gebeten, die betroffenen Flaschen und Kisten ungeöffnet im Handel zurückzugeben. Um das Hefewachstum zu bremsen, sollten Flaschen und Kästen stets kühl unter 10 °C aufbewahrt und vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Flaschen sollten zudem mit Umsicht behandelt und transportiert werden, eine Rücknahme kann auch in Absprache mit der Brauerei erfolgen. Der Kaufpreis werde erstattet.
Diese zwei Sorten Hefeweizen der Brauerei Gutmann sind betroffen:
- Gutmann Alkoholfreies Hefeweizen, 0,5 Liter, Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bis einschließlich 25.09.2026, insbesondere die Charge MHD 19.07.2026
- Gutmann Dunkles Alkoholfreies Hefeweizen, 0,5 Liter, MHD bis einschließlich 25.09.2026, insbesondere die Charge MHD 12.07.2026
Die Chargenkennzeichnung finden Betroffene auf dem Rückenetikett direkt nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Verkauft wurden die Biere in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.