Bad Lippspringe: Radfahrer landet versehentlich in Gefechtsübung samt Kampfjet
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Bad Lippspringe, Montag, 02. November 2026
Eine Militärübung auf einem Truppenübungsplatz bei Paderborn ist im September durch einen Radfahrer unterbrochen worden. Er muss nun mit einer Geldstrafe rechnen.
Ein Radfahrer aus Nordeuropa ist unabsichtlich in eine militärische Übung auf einem Truppenübungsplatz am Rand des Teutoburger Waldes geraten. Nun steht ihm nach dem Vorfall im September eine Geldstrafe bevor. Die Bundeswehr bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit gegen ihn erstattet wurde. Über den für den Radfahrer gefährlichen Vorfall auf dem nordrhein-westfälischen Truppenübungsplatz in der Senne berichtete die "Neue Westfälische" mehrfach.
Der Mann hatte offenbar versehentlich die Absperrungen rund um den Truppenübungsplatz umgangen und die Warnschilder an den Eingängen übersehen. Laut Informationen der "Neuen Westfälischen" geriet der Mann in eine Schießübung mehrerer Einheiten der Bundeswehr. Dabei kamen Mörsergranaten zum Einsatz, ein Tornadojet feuerte seine Bordkanone ab und ließ zudem eine Übungsbombe fallen.
Radfahrer gerät in Militärübung
Der Radfahrer, der vermutlich von einer Navigationssoftware irrtümlich durch das gesperrte Gebiet geleitet wurde, verständigte über den Notruf 110 die Polizei in Paderborn. Er gab an, dass Kugeln über seinen Kopf flogen und er sich in einen Graben in Sicherheit gebracht habe. Die Polizei informierte sofort die für die Absperrung zuständige Stelle, die die Übung stoppte.
Zwischen Bielefeld und Paderborn nutzen das britische Militär und die Bundeswehr mehrere Areale der Senne westlich des Teutoburger Waldes für ihre Manöver. Dabei werden Straßen und Gebiete vorübergehend für die Öffentlichkeit gesperrt. Am nördlichen Rand der vorwiegend sandigen Heidelandschaft befindet sich die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne der Bundeswehr in Augustdorf, ein bedeutender Standort.
Die britischen Streitkräfte nutzen den Truppenübungsplatz gemäß Nato-Truppenstatut, haben jedoch bei Paderborn nur noch einige Hundert Soldaten stationiert. Für die Übungen kommen vorübergehend Soldaten aus Großbritannien oder anderen Nato-Staaten nach Ostwestfalen.