Wilhelmstein: Deutschlands kleinste bewohnte Insel im Steinhuder Meer
Autor: Stefan Lutter
Wunstorf, Mittwoch, 04. März 2026
Mitten im Steinhuder Meer liegt eine künstliche Festungsinsel mit nur vier Bewohnern. Der Wilhelmstein gilt als Deutschlands kleinste bewohnte Insel.
Lummerland kann einpacken. Während Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer auf einer fiktiven Insel mit zwei Bergen leben, gibt es in Deutschland eine echte Mini-Insel, die noch spektakulärer ist: Der Wilhelmstein im Steinhuder Meer misst gerade einmal 12.500 Quadratmeter und wird von exakt vier Menschen bewohnt. Damit gilt die künstliche Festungsinsel als Deutschlands kleinste bewohnte Insel – ein Titel, der Besucher aus ganz Deutschland anzieht. Was macht diese winzige Insel so besonders?
Mitten in Niedersachsens größtem Binnensee erhebt sich eine imposante Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, die Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe einst als uneinnehmbare Verteidigungsbastion errichten ließ. Heute können Gäste auf dem Wilhelmstein heiraten, übernachten, in einem Museum die Geschichte erkunden und sogar ein historisches U-Boot-Modell bestaunen – den legendären "Steinhuder Hecht", der als eines der ersten U-Boote der Welt gilt.
Lummerland kann einpacken: Der Wilhelmstein ist Deutschlands kleinste bewohnte Insel
Genau vier Menschen nennen sie ihr Zuhause. Mitten im niedersächsischen Steinhuder Meer und ungefähr 30 Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Hannover liegt Deutschlands kleinste bewohnte Insel – der Wilhelmstein. Auf rund 12.500 Quadratmetern erhebt sich eine imposante Festungsanlage aus dem Wasser, die heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Von April bis Oktober strömen Touristen auf das künstliche Eiland, um Geschichte zu erleben, zu heiraten oder einfach die einzigartige Atmosphäre zu genießen.
Bereits die Anreise zur Insel wird zum Erlebnis. Mit den historischen "Auswanderern" – hölzernen Jollen mit Motor und einziehbaren Segeln für bis zu 30 Personen – setzen Besucher von Steinhude oder Mardorf aus über.
Rund 20 bis 30 Minuten dauert die Fahrt über Niedersachsens größten Binnensee. Der Alltag bleibt am Ufer zurück. Das Wasser glitzert, die Festung rückt näher. Eine Hin- und Rückfahrt mit den historischen "Auswanderern" (offene Holzboote) kostet für Erwachsene zehn Euro, für Kinder zwischen vier und 13 Jahren sechs Euro – diese Preise gelten ab mindestens 15 Erwachsenen.
Ein Ausflug ins 18. Jahrhundert – mitten in Niedersachsen
Wer die Insel betritt, taucht in eine andere Welt ein. Das Museum in der Zitadelle der Festung zeigt persönliche Gegenstände und Bilder von Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe sowie von Gerhard von Scharnhorst, einem der berühmtesten Absolventen der hier einst ansässigen Militärschule. Besucher können Material aus der Kriegsschule bewundern, Waffen bestaunen sowie Kanonen und Mörser aus nächster Nähe betrachten. Der Eintritt ins Museum beträgt gemäß der Stadt Hannover für Erwachsene fünf Euro, für Kinder zwischen vier und 13 Jahren zwei Euro. Kleinere Kinder haben freien Eintritt.
Ein absolutes Highlight bietet der Aussichtsturm der Festung. Von hier aus eröffnet sich ein 360-Grad-Panoramablick über das gesamte Steinhuder Meer und die umliegende Landschaft.