Kölner Dom kostet bald Eintritt – aber nicht für alle Besucher
Autor: Stefan Lutter
Köln, Donnerstag, 05. März 2026
Eine jahrhundertelange Tradition endet: Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 kostet der Kölner Dom Eintritt. Die Höhe der Gebühr steht noch nicht fest.
Jahrhundertelang stand der Kölner Dom allen Menschen offen – unabhängig vom Geldbeutel. Ab Mitte 2026 ist damit Schluss: Touristen müssen erstmals für die Besichtigung der berühmten Kathedrale zahlen. Dompropst Monsignore Guido Assmann und das Metropolitankapitel haben diese Eintrittspflicht beschlossen, weil die Unterhaltskosten explodiert sind. 16 Millionen Euro pro Jahr, 44.000 Euro täglich – diese Summen zwingen das UNESCO-Weltkulturerbe zum Handeln. Die gute Nachricht: Wer zum Beten kommt, Gottesdienste besucht oder Opferlichter anzünden möchte, zahlt nichts.
Die Finanzkrise des Doms ist auch eine Folge der Corona-Pandemie, die Rücklagen nahezu aufgebraucht hat. Gestiegene Personal- und Sachkosten belasten das Budget zusätzlich. Frühere Maßnahmen wie teurere Tickets für die Turmbesteigung oder Personalabbau in der Dombauhütte konnten die Lücken nicht schließen. Jetzt führt die Besichtigungsgebühr den Kölner Dom in eine neue Ära – und macht ihn zu einem von vielen kostenpflichtigen Gotteshäusern in Europa. Von der Sagrada Família über Westminster Abbey bis zum Berliner Dom: Eintritt für Kirchen ist längst keine Seltenheit mehr.
Kölner Dom führt erstmals Eintritt ein: Das müssen Besucher ab Mitte 2026 wissen
Eine historische Entscheidung für das Kölner Wahrzeichen: Das Metropolitankapitel hat am 5. März 2026 beschlossen, dass Touristen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erstmals für die Besichtigung des Doms zahlen müssen, wie die offizielle Website des Kölner Doms berichtet.
Damit endet eine jahrhundertelange Tradition des freien Zugangs zur gotischen Kathedrale. Die Maßnahme erfolgt aus purer Notwendigkeit – die jährlichen Unterhaltskosten sind auf rund 16 Millionen Euro gestiegen.
Tag für Tag verschlingt der Erhalt des UNESCO-Weltkulturerbes etwa 44.000 Euro. Diese immense Summe hat die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Jahrelang versuchte die Domverwaltung, die steigenden Ausgaben durch andere Maßnahmen aufzufangen, doch die finanziellen Lücken wurden immer größer.
Wer zahlt, wer nicht?
Nicht alle Besucher werden künftig zur Kasse gebeten. Die Regelung unterscheidet klar zwischen touristischen Besuchern und Gläubigen:
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