Alles über die Eisheiligen: Bedeutung, Zeitpunkt 2024 und Tipps für Gärtner
Autor: Redaktion
Pfalz, Freitag, 10. Mai 2024
Bist du bereit für die Eisheiligen 2024? Erfahre, was hinter den plötzlichen Kälteeinbrüchen im Mai steckt und welche Bedeutung sie für Gärtner haben.
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Das Wetter in Rheinland-Pfalz verspricht in den kommenden Tagen viel Sonnenschein. Bis auf einige wenige Tage, an denen die Temperaturen auf angenehme 25 Grad stiegen, dominieren nasse, düstere und kühle Wetterverhältnisse. Die Volksweisheit besagt, dass die "Eisheiligen" einen weiteren Kälteeinbruch mit sich bringen könnten. Doch was sagt die aktuelle Wetterprognose dazu und was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff "Eisheiligen"?
Wer sind die Eisheiligen überhaupt?
Die "Eisheiligen", bestehend aus Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie, sind auch als die "gestrengen Herren" - trotz der "kalten Sophie" - bekannt. Sie repräsentieren Bischöfe und Märtyrer aus dem vierten oder fünften Jahrhundert. Ihre Gedenktage im Mai werden traditionell mit einem abrupten Wetterwechsel zu Kälte in Verbindung gebracht. Die beachtliche Bekanntheit dieser Heiligen lässt sich auf alte Bauernregeln zurückführen. Diese Regelwerke dokumentieren ein Wetterereignis, welches während des Mittelalters oft zu Beginn des Mais auftrat: Plötzliche Kälteeinbrüche stören das gewöhnlich bereits warme Frühlingsklima und führen manchmal sogar zu Bodenfrost. Daher leitet sich der Zusatz "Eis-" in der Bezeichnung dieser heiligen Tage ab.
Wer war Mamertus?
Mamertus, geboren um 400 in Lyon und gestorben 477 in Gallien, war ein Bischof der katholischen Kirche. Er übte das Amt des Erzbischofs von Vienne aus und initiierte die Tradition der drei Bittgänge, die vor Christi Himmelfahrt gefeiert werden. Er wird als Schutzheiliger der Schäfer und Feuerwehrleute verehrt. Bei Dürrekatastrophen, hohem Fieber und Krankheiten, die die Brust betreffen, wenden sich Gläubige an Mamertus.
Wer war Pankratius?
Geboren um das Jahr 290 im heutigen Territorium der Türkei und enthauptet um 304 aufgrund seiner christlichen Überzeugungen, gilt Pankratius als Märtyrer der römischen Epoche. Sein Name wird mit "Der alles Überwältigende" übersetzt.
Wer war Servatius?
Servatius, der von 340 bis 384 nach Christus lebte, war Bischof im damaligen Tongern, das heute in Belgien liegt. Gemäß einer Legende wurde er mit einem Holzschuh zu Tode gebracht. Es wird erzählt, dass er den Einfall der Hunnen im Jahr 450 prophezeit habe. Nach neueren Erkenntnissen wird jedoch vermutet, dass Servatius eine fiktive Persönlichkeit sein könnte, dessen Geschichten auf den Lebensläufen von zwei realen Personen basieren.
Wer war Bonifatius?
Bonifatius, laut Überlieferung in Rom geboren und um das Jahr 306 in der heutigen Türkei gestorben, war ursprünglich kein Anhänger des Christentums. Seine Aufgabe bestand darin, Reliquien aus der Türkei nach Rom zu transportieren. Bei seinem Aufenthalt dort, wo er die Verfolgung der Christen miterlebte, ließ er sich aus Mitgefühl taufen. Er bekräftigte seinen neu gefundenen Glauben, was zu seiner Hinrichtung durch ein Bad in kochendem Pech führte.