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140.000 Euro mit Solar-Fake-Shops im Internet erbeutet: Kriminalpolizei schnappt Tatverdächtige


Autor: Redaktion

Herford, Dienstag, 04. April 2023

Zwei mutmaßliche Betreiber mehrerer Fake-Shops sitzen in Untersuchungshaft. Die beiden Männer verursachten offenbar einen Vermögensschaden von mindestens 140.000 Euro. Bei den polizeilichen Ermittlungen halfen auch Spezialkräfte aus Franken.


Fake-Shops sind im Internet keine Seltenheit: Zwei mutmaßliche Betreiber gefälschter Online-Shops haben mithilfe dieser Betrugsmasche einen sechsstelligen Geldbetrag erbeutet - nun sitzen sie in Untersuchungshaft. 

Die Ermittlungen der Cybercrime-Spezialisten der Kriminalpolizei Schwabach und der "Zentralstelle Cybercrime Bayern" in Bamberg laufen bereits seit Juli 2022. Damals stellte ein Geschädigter Anzeige gegen einen Fake-Shop, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet. 

Schaden in Höhe von 140.000 Euro - Betrug mit Fake-Shops

Bei den umfangreichen Ermittlungen machten die Einsatzkräfte zwei Männer im Alter von 21 und 22 Jahren als Tatverdächtige ausfindig. Sie sollen eine Vielzahl an Fake-Shops gestaltet und ins Internet gestellt haben. Darüber boten sie "hochwertige Photovoltaik- und Solarmodule" zum angeblichen Verkauf an. Für ihre Betrugsmasche missbrauchten sie offenbar auch die Daten real existierender Firmen, indem sie deren Internetauftritte nachahmten. Somit sollten die Fake-Shops vertrauenswürdiger und seriös aussehen. 

Kund*innen gingen zum Bezahlen in Vorkasse - erhielten jedoch nie ihre bestellte Ware. Auf diese Weise haben die Beschuldigten einen Vermögensschaden von mindestens rund 140.000 Euro verursacht. 

Im Einzelnen handelte es sich um folgende Fake-Shops:

  • prestige-solar.de
  • solar-boorberg.de
  • delta-solartechnik.de
  • huppermans-photovoltaik.de
  • eletrox-solar.at
  • NTG-solar.de

Einsatzkräfte finden Beweismittel bei Wohnungsdurchsuchung

Am 14. März kam es zu einer großangelegten Wohnungsdurchsuchung der beiden Beschuldigten, an der sich unter anderem Beamte der Kriminalpolizei Schwabach und ein Staatsanwalt der ZCB beteiligten. 

Video:




Dabei stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Beweismittel sicher - darunter Handys, Laptops und schriftliche Unterlagen. Die Beamten vollstreckten außerdem bereits zuvor erwirkte Haftbefehle gegen die beiden Männer. 

Gegen die Tatverdächtigen wird nun unter anderem wegen gewerbsmäßigem Betrug in mehreren Fällen ermittelt. Laut Gesetz wird dafür jeweils eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren fällig.