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Stuhr/Niedersachsen: Geisterfahrer verursacht Unfall auf A1 - Familie lebensbedrohlich verletzt


Autor: Redaktion

Stuhr, Montag, 18. Februar 2019

Am Sonntagabend hat ein Geisterfahrer in Niedersachsen einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Die A1 bei der Gemeinde Stuhr musste gesperrt werden. Der Fahrer wurde tödlich verletzt, wie die Polizei am Sonntagabend berichtete.
Ein Geisterfahrer ist bei einem Verkehrsunfall  auf der A 1 ums Leben gekommen. Eine Familie von zwei Erwachsenen und zwei Kindern wurde bei dem Zusammenstoß lebensbedrohlich verletzt. Foto: dpa/Guenther Richter


Zu einem tödlichen Verkehrsunfall kam es am Sonntag in Niedersachsen. Am 17.02.2019 gegen 14.35 Uhr, fuhr ein Mann auf der A1 in der Nähe der Gemeinde Stuhr in falscher Fahrtrichtung. Laut Polizei verursachte ein 81-jähriger Geisterfahrer einen Frontalzusammenstoß mit dem Wagen einer Familie aus Bremen.

Wie die Polizeiinspektion aus Delmenhorst berichtet, fuhr der Mann bei der Anschlussstelle Groß Ippener in die falsche Richtung auf die Autobahn 1 auf. Mehrere Verkehrsteilnehmer schafften es noch, dem Geisterfahrer auszuweichen. Als der Geisterfahrer dann mit ungefähr 80 Stundenkilometern auf den Überholfahrstreifen fuhr, kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit dem Wagen einer Familie aus Bremen.

Bei dem Unfall wurde eine Familie lebensgefährlich verletzt

Durch den Zusammenstoß beider Fahrzeuge wurde der Geisterfahrer tödlich verletzt. Der Fahrer des anderen Wagens, ein 44-jähriger Familienvater aus Bremen, wurde eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Seine 38-jährige Ehefrau und ein Kind wurden ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Ein weiteres Kind wurde schwer verletzt. Die drei lebensgefährlich verletzten Familienmitglieder müssten mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht werden. Das schwer verletzte Kind wurde mit einem Rettungswagen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Die Autobahn musste gesperrt werden

Beim Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge über die Fahrbahn geschleudert und blieben quer zur Fahrbahn stehen. Die Fahrbahn wurde dadurch komplett blockiert. Eine 35-jährige Frau aus Bremen, konnte nicht mehr bremsen und kollidierte anschließend mit den querstehenden Fahrzeugen. Dadurch erlitten sie und ihr 39-jähriger Beifahrer leichte Verletzungen. Beide wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren.

Die Beamten der Autobahnpolizei Ahlhorn sicherten die Unfallstelle, verständigten die Rettungsdienste und leisteten mit mehreren Verkehrsteilnehmern Erste Hilfe. Die Ersthelfer wurden im Nachhinein lobend erwähnt.

Die A1 wurde in Fahrtrichtung Osnabrück ab dem Dreieck Stuhr vollständig gesperrt. Die Sperrung wurde dann am Sonntag um 21.25 Uhr aufgehoben. An drei Autos entstand ein Totalschaden von etwa 25.000 Euro. Die Fahrbahn wurde zusätzlich durch austretendes Öl verschmutzt und musste gereinigt werden. Am Rettungseinsatz war die Ortsfeuerwehr Groß Mackenstedt mit vier Fahrzeugen und 29 Einsatzkräften beteiligt. Zudem wurden drei Rettungshubschrauber, vier Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug eingesetzt.

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