Tödlicher Frontalcrash bei Rosenheim: Berufungsverhandlung hat begonnen
Autor: Agentur dpa
Rosenheim, Donnerstag, 10. Oktober 2019
Die Berufungsverhandlung gegen zwei Autofahrer hat vor dem Landgericht Traunstein begonnen. Beide wurden wegen fahrlässiger Tötung zu Gefängnisstrafen verurteilt. Dagegen legten sie Rechtsmittel ein.
Update 10.10.2019: Berufungsverhandlung hat begonnen
Am Donnerstag hat die Berufungsverhandlung gegen zwei Autofahrer vor dem Landgericht Traunstein begonnen. Das Amtsgericht Rosenheim hatte beide wegen fahrlässiger Tötung zu Gefängnisstrafen verurteilt. Dagegen legten sie Rechtsmittel ein. Für das neue Verfahren sind bis 12. November sieben Verhandlungstage angesetzt. Das Gericht will mehr als 30 Zeugen und einen Sachverständigen hören.
Im November 2016 hatte ein junger Autofahrer aus Ulm riskant überholt und wieder einscheren wollen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ließen ihn zwei junge einheimische Autofahrer trotz Gegenverkehrs aber nicht zurück in die Spur. Der Wagen des Ulmers raste in ein entgegenkommendes Auto mit drei jungen Frauen. Die 21 Jahre alte Fahrerin sowie eine 15- Jährige starben. Deren damals 19- Jährige Schwester überlebte schwer verletzt, ebenso die Beifahrerin des Ulmers. Das Amtsgericht verurteilte den Mann aus Ulm wegen fahrlässiger Tötung rechtskräftig zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung. Ein Einheimischer bekam ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung eine Haftstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung, der andere in einem separaten Verfahren zwei Jahre und drei Monate.
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Ergebnis der Hauptverhandlung
Bis auf den letzten Platz war der Saal des Rosenheimer Amtsgerichts gefüllt. Tränen, Empörung, Wut - das alles war in den Gesichtern der Zuhörer deutlich zu erkennen. Die Hinterbliebenen, deren Töchter und Schwestern bei einem Autounfall im November 2016 plötzlich aus dem Leben gerissen wurden, mussten sterben. Aber Warum?
"Genau wissen wir es nicht", führt der Vorsitzende Richter am Dienstag aus. Er verurteilt einen 24-Jährigen aus Rosenheim zu einer Haftstrafe von zwei Jahren wegen fahrlässiger Tötung. Er habe auf einer Bundesstraße ein überholendes Auto nicht einscheren lassen, obwohl Gegenverkehr in Sicht war.
Zwei junge Frauen sterben
In dem Wagen saß ein 25-Jähriger aus Ulm. Weil dieser nicht mehr zurück in die Spur konnte, krachte der er in ein entgegenkommendes Auto, besetzt mit drei jungen Frauen. Der Ulmer kommt mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten davon - ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung.
Rückblick: Schwerer Autounfall in Rosenheim: Zwei Tote und drei Verletzte
Bei dem Unfall im November 2016 starben die 21-jährige Fahrerin des entgegenkommenden Wagens sowie eine 15-Jährige. Deren damals 19-jährige Schwester überlebte schwer verletzt. Auch die Beifahrerin des 25-Jährigen erlitt schwere Verletzungen. Unter Tränen hört sie zu, wie der Staatsanwalt in seinem Schlussvortrag die schweren Unfallfolgen schildert.