Zwischenzeugnisse in Bayern - was tun bei schlechten Noten?
Autor: Redaktion
München, Freitag, 19. Februar 2016
Am Freitag gibt es Zwischenzeugnisse in Bayern. Nicht für alle Schüler ein Grund zum Feiern. Doch auch bei schlechten Noten ist es noch zu früh für Panik.
Für die bayerische Schüler gibt es an diesem Freitag Zwischenzeugnisse. Das Zwischenzeugnis wird immer am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Unterrichtswoche im Februar ausgestellt, in diesem Schuljahr also am 19. Februar.
Tipps für Eltern
Eltern, deren Kinder jetzt ein schlechtes Zwischenzeugnis mit nach Hause bringen, brauchen aber nicht in Panik verfallen. "Eltern sollten die Aussagekraft von Noten nicht allzu ernst nehmen, denn sie geben nur das wieder, was ein Kind im Vergleich zu den anderen Kindern der Klasse zu einem bestimmten Zeitpunkt gekonnt hat", heißt es von Seiten des bayerischen Elternverbandes (BEV). Und nach Ansicht des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) ist ganz wichtig, dass Eltern Lob für gute Leistungen verteilen. Bei schlechten Zensuren sollten Eltern gelassen und verständnisvoll überlegen, wie sie ihren Kindern helfen könnten. Beispielsweise können sich Eltern per Chat im Internet beraten lassen. Auf der Seite der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (www.bke-beratung.de) können Eltern mit erfahrenen Fachkräften chatten, teilte das bayerische Familienministerium mit. Am 19. Februar läuft ein Chat zum Thema "Zeugnisse" in der Zeit ab 15.30 Uhr auf der Jugendseite.
Zwischenzeugnis als wichtige Orientierungshilfe
Bayerns Familienstaatssekretär Johannes Hintersberger (CSU) sagte, dass das Zwischenzeugnis eine wichtige Orientierungshilfe für Schüler und Eltern sei. "Es zeigt, wohin der Weg in diesem Schuljahr geht und wo eventuell noch nachgebessert werden muss." Das von Bayern mitfinanzierte Beratungsangebot solle Kindern und Eltern helfen, herauszufinden, wo die Ursachen für schlechte schulische Leistungen liegen. Dazu lieferten die Berater praktische Tipps, wie schulische Krisen bewältigt werden können. Hintersberger rät den Eltern auch, nicht zu viel Druck auf die Kinder auszuüben: "Im Mittelpunkt steht das Kind und nicht die Erwartungen, die vielleicht enttäuscht wurden." Die Eltern sollten das Zwischenzeugnis dazu nutzen, um in der Familie Chancen und Möglichkeiten durchzusprechen.
Unterstützung und Hilfe vor Ort leisten übrigens auch die 96 Jugendämter und die rund 180 Erziehungsberatungsstellen der bayerischen Kommunen. Darüber hinaus stehen kostenlose Sorgenhotlines wie die "Nummer gegen Kummer" des Deutschen Kinderschutzbundes unter 0800-1110333 (für Jugendliche) oder 0800-1110550 (für Eltern) zur Verfügung.
Hilfe und Beratung für Eltern gibt es übrigens auch von den jeweils zuständigen Schulberatungsstellen. Kontaktdaten für Ihre Region finden Sie hier.
Längst sind Zwischenzeugnisse in Bayern übrigens nicht mehr die einzige Möglichkeit, um über Schulleistungen zu informieren. Gymnasien und Realschulen können stattdessen im Laufe des Schuljahres zwei schriftliche Informationen über das Notenbild herausgeben. Und Grundschulen können gemeinsame Lernentwicklungsgespräche von Lehrern, Eltern und Kindern anbieten. epd/dpa/ak