Veganerin gewinnt Spanferkel beim Schafkopfen - dann landet es gegen ihren Willen auf dem Grill

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Eine Veganerin hat beim Schafkopf-Spielen ein Spanferkel gewonnen. Danach kam es zum Streit mit den Veranstaltern.
Eine Veganerin hat beim Schafkopf-Spielen ein Spanferkel gewonnen. Danach kam es zum Streit mit den Veranstaltern. Foto: Armin Weigel/dpa
Eine Veganerin hat beim Schafkopf-Spielen ein Spanferkel gewonnen. Danach kam es zum Streit mit den Veranstaltern.

Eine Veganerin hat beim Schafkopfen ein Spanferkel gewonnen und wollte es vor der Schlachtung retten. Doch die Veranstalter kamen ihr zuvor und verspeisten das Tier.

Die Oberpfälzerin Vanessa Vogel hat beim Schafkopfen ein Spanferkel gewonnen - und das, obwohl sie Vegetarierin, beziehungsweise Veganerin ist. 

Ihr Ziel war daher, das Schwein vor der Schlachtung beim Metzger abzuholen und auf einen Gnadenhof zu bringen. Doch soweit sollte es nicht kommen.

Veganerin gewinnt Spanferkel und will es vor Schlachtung retten

Der Skiclub Stein bei Tirschenreuth veranstaltet jedes Jahr ein Preisschafkopf-Turnier. Zu gewinnen gibt es neben Geld auch ein Spanferkel als Trostpreis. Der Vorletzte des beliebten Kartenspiels hat Anspruch auf das Spanferkel. Dies kam bisher auch immer gut an, bis auf das letzte Mal, als die Veganerin Vanessa Vogel das Schwein gewonnen hat.

Laut Veranstalter habe sie sich über den Gewinn gefreut und gemeint, dass sie das Schwein ihrem Vater schenken würde. Dann habe sie jedoch versucht, das Ferkel lebend vom Metzger zu erhalten. Der Verein wollte ihr daraufhin einen 50-Euro-Gutschein für einen Bio-Laden schenken, was sie allerdings ablehnte.

Da das Spanferkel nie abgeholt wurde, habe das Veranstalterteam beschlossen, es selbst zu verzehren. "Man kann ja heutzutage in Zeiten von Energiekrise und Inflation keine Lebensmittel wegwerfen", erklärt der Vorsitzende des Vereins Gerhard Bauer gegenüber den Nürnberger Nachrichten.

Veranstalter verspeisen Spanferkel selbst

Für Vanessa Vogel hat sich die Geschichte jedoch anders abgespielt. Sie betont unter anderem in einem Facebook-Post, dass sie mit dem Metzger vereinbart habe, das Ferkel lebend abzuholen. Zunächst habe sie aber nach einem Ort suchen müssen, wo sie das Tier unterbringen konnte.

Doch als sie schließlich einen Gnadenhof ausfindig machen konnte, wollte  der Metzger nicht mehr über das Thema sprechen. In ihrer Heimatzeitung habe sie dann gelesen, dass die Veranstalter das Spanferkel gegrillt und verspeist haben.  "Ich bin aus allen Wolken gefallen", so Vogel.