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Tragischer Unfall in Kiefersfelden: 16-Jähriger stirbt beim Schneeräumen


Autor: Stefan Lutter

Kiefersfelden, Montag, 12. Januar 2026

Tragischer Unfall in Oberbayern: Ein 16-Jähriger versuchte, Schnee von einer Stromleitung zu räumen. Die Hochspannung wurde ihm schließlich zum Verhängnis.
Der Winter zeigt sich in Kiefersfelden von seiner gefährlichen Seite: Ein 16-jähriger Jugendlicher stirbt nach einem tragischen Stromunfall. Beim Versuch, Schnee von einer Hochspannungsleitung zu entfernen, wurde er von einer tödlichen Spannung getroffen. Der Unfall ereignete sich auf einem Hofanwesen, und trotz intensiver Rettungsmaßnahmen konnte sein Leben nicht gerettet werden.


Kiefersfelden im oberbayerischen Landkreis Rosenheim ist bereits am Freitag, 9. Januar 2026, Schauplatz eines tragischen Unfalls geworden. Das teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Montag, 12. Januar, mit.

Ein 16-jähriger Jugendlicher versuchte, eine durchhängende Stromleitung von Schneemassen zu befreien, und erlitt dabei einen lebensgefährlichen Stromschlag. Trotz intensiver Rettungsmaßnahmen konnte sein Leben nicht gerettet werden - zwei Tage später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Kiefersfelden: Jugendlicher will Schnee von Stromleitung räumen und wird schwer verletzt

Der Unfall ereignete sich auf einem Hofanwesen in der Gemeinde Kiefersfelden, nahe der österreichischen Grenze. Der Jugendliche war zusammen mit zwei Freunden vor Ort, als er die durch den Schnee belastete Stromleitung bemerkte.

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Um die Schneemassen zu entfernen, griff er zu einem metallischen Gegenstand, was ihm zum Verhängnis wurde. Die Hochspannung von 20.000 Volt führte zu schweren Verletzungen, die eine sofortige Reanimation erforderlich machten.

Der Jugendliche wurde unter laufender Reanimation von einem Rettungshubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Trotz intensiver medizinischer Bemühungen konnte sein Leben nicht gerettet werden. Am Sonntag, den 11. Januar 2026, bestätigte das Krankenhaus den Tod des Jugendlichen. 

Polizei warnt vor Gefahren von Stromleitungen

Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, die Ermittlungen zu den Todesumständen. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einem Unfall ohne Fremdeinwirkung ausgegangen. Die Ermittlungen dauern an, wobei alle Umstände des Vorfalls genau geprüft werden.

In einer offiziellen Warnung betont die Polizei erneut die Gefahr, die von Stromleitungen ausgeht. Hochspannungsleitungen sind bereits bei Annäherung äußerst gefährlich. Der Kontakt mit solchen Leitungen, auch mittelbar durch Gegenstände, kann zu schwersten Verletzungen oder tödlichen Stromschlägen führen.

Die Beamten appellieren eindringlich, sich niemals in die Nähe von Oberleitungen zu begeben, insbesondere wenn diese durch äußere Einflüsse beschädigt oder belastet erscheinen. Schneemassen auf Stromleitungen sollten ausschließlich von Fachleuten entfernt werden, die über die notwendige Ausrüstung und Sicherheitsvorkehrungen verfügen.