Puma in Bayern unterwegs? Polizei setzt auf neue Methode
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Oberding, Sonntag, 11. Oktober 2026
Auch fünf Tage nach dem Video mit einer großen Katze im Landkreis Erding gibt es keine weiteren Spuren. Die Polizei ist jetzt auf neuen Fortbewegungsmitteln vor Ort.
Update vom 11.10.2026: Polizei sucht jetzt mit Reiterstaffel nach vermeintlichem Puma
Die Suche nach einer potenziellen Raubkatze oder ihren Spuren im Landkreis Erding geht nun auch auf dem Rücken von Pferden weiter. Im Notzinger Moos und in der Umgebung kommt eine Pferdestaffel zum Einsatz, teilte die Polizei mit. Dort hatte am späten Dienstagabend (6. Oktober 2026) ein Jäger eine verdächtige Katze mit einem Nachtsichtgerät gefilmt. Es besteht der Verdacht, dass es sich um einen Puma handeln könnte.
Die Reiterstaffel könne sich in dem Naturschutzgebiet anders bewegen und erreiche andere Orte als Menschen zu Fuß oder mit Fahrzeugen, sagte ein Polizeisprecher. Man sei weiterhin dabei, zu überprüfen, um welches Tier es sich bei der Sichtung gehandelt habe. Bisher seien keine weiteren Spuren aufgetaucht oder Sichtungen gemacht worden. Auch Hinweise aus der Bevölkerung hätten nichts Konkretes erbracht.
Seit der Sichtung wurde bereits mit Beamten am Boden, Drohnen, Hubschraubern und Polizeihunden nach der Katze oder ihren Spuren gesucht. Auch neue Wildkameras wurden installiert. Bislang blieb alles ohne Ergebnis.
Update vom 08.10.2026: Bisher keine Hinweise auf den Puma – Raubkatzen-Suche soll weitergehen
Die Suche nach einem möglichen Puma im oberbayerischen Landkreis Erding hat bislang weiterhin zu keinen Ergebnissen geführt. Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht gesichert gesagt werden, ob es sich um einen Puma oder ein ganz anderes Tier handele, sagte die Sprecherin des Landratsamts Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag.
Der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, sagte, man habe bisher keinerlei Hinweise auf eine Katzenart wie einen Puma im Zuge der Suche gefunden. Man werde aber weiter nach Hinweisen auf das Tier suchen und am Wochenende verstärkt in der Region um Oberding für Menschen ansprechbar sein. Aus der Bevölkerung seien 30 Hinweise bei den Behörden eingegangen, vier davon gehe man konkreter nach.
30 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen
Die Auswertung der Aufnahmen, die die Suche ausgelöst hatten, gingen demnach ebenfalls weiter. Die Sprecherin des Landratsamts rief die Bevölkerung dazu auf, weiter aufmerksam zu bleiben und sich bei Auffälligkeiten mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Woher das Tier stammen könnte, ist bislang unklar.