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Polizisten zeigen sich in Unterhose: Protest-Video der DPolG Bayern


Autor: Florian Hauner

München, Mittwoch, 03. April 2024

Zwei Polizeibeamte zeigten sich in einem YouTube-Video auf eine etwas andere Weise. Die Dienstkleidung der Polizisten war nämlich nicht vollständig, denn es fehlten die Hosen. Dabei handelte es sich jedoch keinesfalls um einen Aprilscherz.
Zwei Polizeibeamte zeigten sich in ihren Unterhosen.


In einem kürzlich hochgeladenen Video der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) zeigten sich zwei Polizeibeamte in ihren Unterhosen. Das Video, das wie ein Aprilscherz wirkt, hat jedoch einen ernsten Hintergrund. Die Gewerkschaft wollte damit auf ein ernstes Problem hinweisen.

"Was sich nach dem schlechtesten Aprilscherz aller Zeiten anhört, ist Realität: Bayerns Polizei 'zieht blank' und könnte buchstäblich ohne Hosen dastehen!" So äußerte sich der Landesvorsitzende der DPolG Bayern, Jürgen Köhnlein, in einer Pressemitteilung. Der Grund dafür: Derzeit kommt es zu Lieferengpässen bei Uniformteilen.

21 Uniformteile verzögert lieferbar: Polizisten ziehen sich für Video aus

Um auf die Thematik aufmerksam zu machen, veröffentliche die DPolG Bayern ein Video auf YouTube. Das Video wirkte vermeintlich erst wie ein Aprilscherz, da es zum einen am 1. April veröffentlicht wurde und zum anderen den Titel "Der schlechteste Aprilscherz aller Zeiten: Polizei in Bayern zieht blank" trägt.

Video:




Im Video sind zwei Polizeibeamte zu sehen, die sich über die Wartezeiten für die Uniformteile unterhalten. Der Witz dabei ist, dass die beiden Beamten eine unvollständige Dienstkleidung tragen - es fehlen nämlich die Hosen. Wie Köhnlein kommentiert, handelt es sich dabei jedoch um keinen Aprilscherz, sondern um die Realität.

Insgesamt 21 Uniformteile seien derzeit laut Aussagen der DPolG Bayern entweder gar nicht, oder nur mit großer Verzögerung lieferbar. "Derzeit ist nicht absehbar, ob sich die Bekleidungssituation in nächster Zeit verbessert oder noch weiter verschlechtern wird", so Köhnlein. Die DPolG Bayern fordert vom Innenministerium eine "schnelle Abhilfe, auch wenn diese mit Mehrkosten verbunden wäre."