Passau: In Handschellen geflüchteter Häftling stellt sich
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Passau, Freitag, 06. März 2026
Nach einem Hafttermin läuft ein gefesselter 22-Jähriger zwei Polizeibeamten davon. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot - ohne Erfolg. Tage später taucht der Mann selbst bei der Polizei auf.
Update vom 06.03.2026: Nach Hafttermin geflüchtet - Verdächtiger stellt sich
Einige Tage nach seiner Flucht während eines Hafttermins in Passau hat sich ein Untersuchungshäftling der Polizei gestellt. Der 22-Jährige begab sich gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt am Donnerstagmorgen (5. März 2026) zur Polizeidienststelle Passau, wie die Beamten mitteilten. Zuvor hatte der Anwalt der Staatsanwaltschaft angekündigt, der Mann beabsichtige, sich stellen zu wollen. Zu den Beweggründen für diesen Schritt wollte sich ein Polizeisprecher auf Nachfrage zunächst nicht äußern.
Der 22-Jährige war am Freitagmittag nach einem Termin am Amtsgericht, auf dem Weg zu einem geparkten Polizeifahrzeug, gefesselt davongelaufen. "Offensichtlich hat er eine günstige Situation für sich nutzen können", sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei veröffentlichte daraufhin ein Foto des Gesuchten und bat die Öffentlichkeit um Unterstützung. Zugleich warnte sie vor dem Entflohenen, da er möglicherweise eine Bedrohung für die Allgemeinheit darstellen könnte.
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Der junge Mann war am Donnerstag aufgrund eines Haftbefehls wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung festgenommen worden. Dabei handelte es sich um sogenannte Beziehungsdelikte, Täter und Opfer kannten sich also, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Nachdem er sich der Polizei gestellt hatte, wurde er den Beamten zufolge umgehend zur Untersuchungshaft in ein Gefängnis gebracht.
Update vom 02.03.2026: In Handschellen getürmt - U-Häftling weiter auf der Flucht
Die Polizei in Passau sucht weiterhin nach einem entflohenen Untersuchungshäftling. Der 22-Jährige, der mit Handschellen gefesselt war, entkam nach einem Hafttermin am Amtsgericht in der niederbayerischen Stadt auf dem Weg zu einem geparkten Polizeifahrzeug. Auch am Sonntag (1. März 2026) gab es laut der Polizei keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort.
Die Polizei veröffentlichte ein Bild des Gesuchten und bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Gleichzeitig warnte sie vor dem Entflohenen, da er möglicherweise eine Bedrohung für die Öffentlichkeit darstellen könnte. Er wurde am Donnerstag (26. Februar 2026) aufgrund eines Haftbefehls wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung festgenommen. Dabei handelte es sich um sogenannte Beziehungsdelikte, Täter und Opfer kannten sich also, wie ein Polizeisprecher sagte.
Vor seiner Flucht hatte der 22-Jährige bereits eine Nacht im Polizeigewahrsam verbracht. Der Richter setzte am nächsten Tag laut Polizei den Haftbefehl in Vollzug. Zwei Polizeibeamte sollten den Mann anschließend zur Untersuchungshaft in eine Justizvollzugsanstalt bringen. Doch dann gelang ihm trotz Handschellen die Flucht.
Flucht von Häftlingen ist selten
"Offensichtlich hat er eine günstige Situation für sich nutzen können", sagte der Polizeisprecher. Es sei davon auszugehen, dass der Mann die Handschellen schnell loswerden konnte. Gegenstand der Ermittlungen sei auch, ob er Helfer bei der Flucht hatte. Nach Angaben der Polizei rannte der 22-Jährige am späten Freitagvormittag zunächst in Richtung Innenstadt.