Druckartikel: Oktoberfest ist erst eröffnet – und hat bereits erstes Opfer gefordert

Oktoberfest ist erst eröffnet – und hat bereits erstes Opfer gefordert


Autor: Agentur dpa

München, Samstag, 19. Sept. 2026

Das Oktoberfest 2026 ist eröffnet. Vier Stunden nach dem Anstich musste das erste Bier-Opfer behandelt werden.
Nur wenige Stunden nach dem Oktoberfest-Anstich 2026 musste ein 19-Jähriger behandelt werden. Der Grund: zu viel Bier.


Das 191. Münchner Oktoberfest: Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem "O'zapft is" das weltberühmte Volksfest. Jetzt herrscht für zwei Wochen Ausnahmezustand in München.

Nur kurze Zeit nach dem Anstich auf der Wiesn wurde ein 19-Jähriger als erster Patient mit Alkoholvergiftung von Sanitätern behandelt. Der Besucher musste den Angaben zufolge gegen 15.45 Uhr mit einer Trage zur Sanitätsstation geholt werden. Wie das Team der Aicher Ambulanz auf dem Oktoberfest berichtete, hat der junge Mann das Wiesnbier deutlich unterschätzt - so sehr, dass er nicht mehr stehfähig gewesen sei: "Seine Freunde alarmierten uns, unser Team kümmerte sich vor Ort mit Vitalkontrolle und einer Infusion."

Computertomograf seit einigen Jahren auf der Wiesn im Einsatz

Vorsorglich sei auch abgeklärt worden, ob möglicherweise doch eine plötzliche Erkrankung dahinterstecken könnte. Der 19-Jährige wurde untersucht und sollte bei Bedarf auch eine Untersuchung in dem Computertomografen bekommen, der seit einigen Jahren eigens auf der Wiesn aufgestellt wird. 

Rund 430 Einsatzkräfte, darunter 36 Ärztinnen und Ärzte, kümmern sich über die 16 Festtage hinweg im Rund-um-die-Uhr-Betrieb um die Gesundheit der Wiesn-Besucher.

In der Spitzenbesetzung wie am Eröffnungssamstag sollten ungefähr 140 Menschen auf der Sanitätsstation im Einsatz sein.

Von 7.000 Patienten fast 40 Prozent alkoholbedingte Notfälle  

Über die Jahre hat sich die Wiesn-Sanitätsstation zu einer Art Mini-Klinik entwickelt. Sie verfügt neben dem Computertomografen über die Möglichkeit, Blutwerte vor Ort zu testen, Wunden zu nähen und Patienten insbesondere mit Alkoholvergiftungen auch über Nacht zu betreuen. Damit trägt das Aicher-Team zur Entlastung der umliegenden Labore und Kliniken bei. 

Auf der Wiesn 2025 behandelte der Sanitätsdienst 7.158 Personen. Bei rund 39 Prozent der Fälle handelte es sich um alkoholbedingte Notfälle. Ein gutes Drittel waren chirurgische Verletzungen, internistische und sonstige Beschwerden machten 26 Prozent aus