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Oktoberfest: Gedenkminute für toten Security-Mitarbeiter des "Hangover"


Autor: Agentur dpa

München, Freitag, 25. Sept. 2026

Traurige Stille im Festzelt: Hunderte gedenken eines getöteten Mitarbeiters eines Fahrgeschäfts. Was der Wiesn-Pfarrer den Gästen ans Herz legt.
In Stille gedachten die Menschen des Unfallopfers auf dem Oktoberfest vom vergangenen Montag.


Bei einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Oktoberfest in München haben Hunderte Menschen eines tödlich verunglückten Mitarbeiters gedacht. Es liege ein Schatten auf diesen frohen Tagen, sagte Pfarrer Sascha Ellinghaus. "Der Tod eines Menschen auf dem Oktoberfest erfüllt uns in der Freude dieses Festes mit tiefer Trauer." 

Daher solle jeder achtsam bleiben gegenüber denjenigen, für die die Festtage mit Schmerzen verbunden seien. Die Besucher des Gottesdienstes gedachten still des getöteten Mannes. Der Gottesdienst im Marstall-Zelt richtet sich an Schaustellerfamilien, Wiesen-Wirte und Marktkaufleute, aber auch andere Gäste sind traditionell eingeladen.

Unfallursache im "Hangover" auf Oktoberfest noch unklar

Der 52 Jahre alte Security-Mitarbeiter des Fahrgeschäfts "Hangover" – das ist ein 85 Meter hoher Freefall-Tower – war am Montagabend gegen 21.50 Uhr von der herunterfahrenden Gondel getroffen und eingeklemmt worden. Laut Fahrgeschäfts-Homepage beträgt die Fallgeschwindigkeit an dem Turm bis zu 90 Kilometer in der Stunde. 

Mit welcher Geschwindigkeit der Mann, der aus Serbien stammte, getroffen wurde, ist bisher unklar. Bevor die Gondel unten ankommt, wird sie deutlich langsamer. Der Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er starb. 

Die Unglücksursache ist bisher nicht geklärt. Hinweise auf einen technischen Mangel fanden sich nach Angaben des Betreibers nicht. Das Ordnungsamt gab das Fahrgeschäft anschließend wieder frei. Zwei Schwestern wurden tags darauf im Biergarten eines Festzelts auf der Wiesn zu Heldinnen.

Tödlicher Unfall auf der Wiesn - Ermittler werten Videos aus

Die Ermittler wollen nach dem tödlichen Freefall-Tower-Unfall nun Videos vom Ort des Geschehens analysieren. Es lägen inzwischen mehrere Aufnahmen vor, die allerdings noch ausgewertet werden müssten, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I mit. 

Auf einen entsprechenden Aufruf der Polizei hin hätten sich mehrere Zeugen des Unfalls in München gemeldet, bei dem ein 52-Jähriger unter der Gondel des Fahrgeschäfts eingeklemmt und tödlich verletzt wurde, sagte die Behördensprecherin. Zahlreiche Zeugen seien schon befragt worden, mit weiteren wollten die Ermittler noch sprechen. 

Die "Bild"-Zeitung berichtete unter Berufung auf Angehörige des Mannes, der 52-Jährige sei zum ersten Mal als Mitarbeiter auf dem Oktoberfest im Einsatz gewesen. Eigentlich habe sich in dem betroffenen Bereich des Fahrgeschäfts niemand aufhalten dürfen. "Aber vielleicht hat jemand seine Brille oder sein Handy verloren und er wollte es aufheben", zitierte die Zeitung den Sohn des nach dem Unfall gestorbenen Mitarbeiters.