Gruppenvergewaltigung "nachgespielt": Mädchen (12) bedroht und erpresst - Video ins Netz gestellt

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Die Münchner Polizei ermittelt gegen vier amtsbekannte Jugendliche, die eine Gruppenvergewaltigung nachgestellt haben sollen. Symbolfoto: Stanislaw Mikulski/Adobe Stock
Depression

Vier Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren haben eine Gruppenvergewaltigung "nachgespielt" und so getan, als würden sie ein Mädchen missbrauchen. Anschließend erpressten sie eine 12-Jährige. Nun ermittelt die Münchner Polizei.

Die Münchner Polizei ermittelt wegen eines Videos, auf dem Kinder und Jugendliche so tun, als wollten sie ein Mädchen vergewaltigen. Die vier Jungen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren hätten "Tathandlungen angedeutet", die an eine Gruppenvergewaltigung erinnern, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag (01. Juni 2023). Er sprach von "Erniedrigungshandlungen". Es sei wohl darum gegangen, das Mädchen zu demütigen und zu schikanieren.

Anwohner hatten die Szene gefilmt und das Video an die Polizei weitergereicht. Ein weiteres Video kursierte in sozialen Netzwerken. Die Polizei ermittelt nun wegen sexueller Belästigung gegen die polizeibekannten Jungen und auch wegen versuchter räuberischer Erpressung. Denn der Älteste von ihnen soll die Zwölfjährige mit einem Messer bedroht und Bargeld von ihr gefordert habe. Sie habe aber kein Geld dabei gehabt und ihm darum auch nichts gegeben, sagte der Polizeisprecher. Opfer und mutmaßliche Täter sollen sich vor dem Vorfall gekannt haben.