Update vom 29.07.2023, 15.18 Uhr: Drei Tote in Langweid - Tatverdächtiger ist Sportschütze
Der wegen der tödlichen Schüsse im Landkreis Augsburg festgenommene 64-Jährige ist Sportschütze. Er besitze mehrere unterschiedliche Waffen und auch eine waffenrechtliche Erlaubnis, teilte die Polizei am Samstag mit. Zuvor hatte BR24 berichtet. Bei der Festnahme in Langweid am Lech fanden die Einsatzkräfte zwei Kurzwaffen im Auto des Verdächtigen. Auch in seiner Wohnung stellten sie Waffen sicher. Der Mann sollte im Laufe des Samstags vor einen Ermittlungsrichter kommen.
Der 64-Jährige steht im Verdacht, am Freitagabend in dem kleinen Ort in Schwaben in einem Mehrfamilienhaus zwei Frauen im Alter von 49 und 72 Jahren sowie einen 52-jährigen Mann getötet zu haben. Anschließend soll er in einem weiteren Haus eine 32-jährige Frau und einen 44-jährigen Mann mit der Schusswaffe verletzt haben. Nach ersten Erkenntnissen ging der Tat ein Nachbarschaftsstreit voraus.
Update vom 29.07.2023, 14.05 Uhr: Tatverdächtiger soll Richter vorgeführt werden
Der 64-jährige Mann, der im Landkreis Augsburg drei Menschen erschossen und zwei weitere schwer verletzt haben soll, soll noch an diesem Wochenende dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dies sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen.
Mit einer Schusswaffe soll der Tatverdächtige nach Polizeiangaben am Freitag in einem Mehrfamilienhaus in Langweid am Lech zwei Frauen im Alter von 49 und 72 Jahren sowie einen 52-jährigen Mann getötet haben. Anschließend soll er in einem nahegelegenen Haus eine 32-jährige Frau und einen 44-jährigen Mann mit der Schusswaffe verletzt haben.
Der Tatverdächtige habe sich widerstandslos festnehmen lassen, hieß es. Nach ersten Erkenntnissen soll der Tat ein Nachbarschaftsstreit vorausgegangen sein.
Ursprüngliche Meldung vom 29.07.2023: Bluttat in Schwaben: Mann (64) erschießt drei Menschen, zwei weitere schwer verletzt
Rettungs- und Polizeiwagen stehen in der ruhigen Wohngegend in dem kleinen Dorf Langweid bei Augsburg. In dem Haus, in dem sich ein furchtbares Verbrechen ereignet hat, sind die Fenster hell erleuchtet.
Ein Mann soll dort in einem Mehrfamilienhaus drei Menschen erschossen haben: zwei Frauen und einen Mann. Zwei weitere Personen habe er am Freitagabend (28. Juli 2023) schwer verletzt.
Schüsse im Kreis Augsburg: Polizei geht von Nachbarschaftsstreit aus
Nach Angaben der Polizei soll der Tatverdächtige selbst in dem Haus gewohnt und seine Nachbarn niedergeschossen haben. Die Ermittler gehen von einem Nachbarschaftsstreit aus. "Bei dem Tatverdächtigen und den drei Getöteten handelt es sich um Nachbarn, die im gleichen Mehrfamilienhaus wohnten", teilt die Polizei in der Nacht zum Samstag (29. Juli 2023) mit. "Nach ersten Erkenntnissen ging der Tat ein Nachbarschaftsstreit voraus."
Gegen 19.15 Uhr habe der Tatverdächtige mit einer Schusswaffe drei Personen in dem Mehrfamilienhaus in der Schubertstraße getötet, hieß es in der Mitteilung. Es handle sich um zwei Frauen im Alter von 49 und 72 Jahren und einen 52-jährigen Mann. Ob sie in einer der Wohnungen getötet wurden, teilte die Polizei nicht mit: "Wir sprechen nur davon, dass die drei Opfer im Mehrfamilienhaus getötet wurden und wollen nicht ins Detail gehen."
Anschließend habe der mutmaßliche Täter sich in ein weiteres Haus in der Hochvogelstraße begeben und dort eine 32-Jährige und einen 44-Jährigen mit einer Schusswaffe verletzt. Die beiden würden derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Sie befanden sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht in Lebensgefahr. Hinweise auf mögliche weitere Tatorte gab es nach Polizeiangaben zunächst nicht. Laut Polizei kannten der mutmaßliche Täter und die beiden Verletzten sich ebenfalls. Wie genau, wurde nicht mitgeteilt.
64-Jähriger "ohne Widerstandshandlungen" festgenommen
Der 64-Jährige sei nach der Tat im schwäbischen Langweid am Lech festgenommen worden, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Nord in Absprache mit der Staatsanwaltschaft mit. Die konkreten Hintergründe zur Tat seien derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Wie die Augsburger Allgemeine berichtete, kreiste zeitweise ein Hubschrauber über dem kleinen Ort. Die Polizei hatte die Fahndung nach dem Täter eingeleitet, nachdem sie wegen der Schüsse alarmiert worden war - und hielt den 64-Jährigen kurz darauf in dessen Auto an. "Er ließ sich ohne Widerstandshandlungen festnehmen", sagte ein Polizeisprecher.
Der Tatort war mit Flatterband abgesperrt, die Spurensicherung vor Ort. Über die Hintergründe könne man noch nichts sagen, man wolle Spekulationen vermeiden, sagte der Sprecher. "Dafür haben wir einfach zu viele Opfer." Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.
Vorschaubild: © Karl-Josef Hildenbrand (dpa)