Kreis Regensburg: "Lauter Knall" auf A3 - Spur zu Automatensprengern?
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
93109 Wiesent, Freitag, 30. Januar 2026
Bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 wurden "sprengstoffverdächtige Gegenstände" entdeckt. Die Polizei nahm zwei Personen vorläufig fest und Stunden später knallte es wirklich.
Update vom 30.01.2026, 13:43 Uhr: Kommen die Insassen in U-Haft?
Nach der Sprengung eines mutmaßlich explosiven Fundes in einem Auto auf der Autobahn 3 in Bayern verfolgen Ermittler Spuren in der Geldautomatensprenger-Szene. Ein solcher Zusammenhang werde untersucht, erklärte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittlungen werden jedoch weiterhin in alle Richtungen geführt. Hinweise auf einen politischen Hintergrund lagen zunächst nicht vor.
Die Fahrerin des Wagens und ihr Beifahrer sollten am Freitagnachmittag (30. Januar 2026) einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Nürnberg vorgeführt werden. Dort sollte über eine mögliche Untersuchungshaft gegen die beiden entschieden werden. Die Ermittlungen liefen laut LKA wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstößen gegen das Sprengstoffrecht.
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Polizisten hatten das Fahrzeug in der Nacht auf Freitag auf der A3 bei Wiesent (Landkreis Regensburg) kontrolliert. Ob es sich um eine verdachtsunabhängige oder gezielte Kontrolle handelte, blieb zunächst unklar. Im Fahrzeug entdeckten die Beamten gegen 2 Uhr morgens kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau "sprengstoffverdächtige Gegenstände". Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort daraufhin weiträumig ab.
Polizisten fanden mutmaßlichen Sprengstoff bei nächtlicher Kontrolle
Aufgrund der vermuteten Explosionsgefahr wurden Spezialisten des Landeskriminalamts aus München angefordert. Diese kamen am Morgen vor Ort zu dem Schluss, dass die verdächtigen Gegenstände zu gefährlich für einen Transport nach München wären - und sprengten den Fund kontrolliert an Ort und Stelle. Die Detonation sei um 8.45 Uhr erfolgt, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. "Es war ein lauter Knall."
Die Experten des Landeskriminalamts nahmen die Überreste des gesprengten Fundes mit nach München. Unklar blieb zunächst, welche Gegenstände genau in dem Fahrzeug gefunden worden waren. Die Überreste der Detonation sollen in den kommenden Tagen und Wochen am kriminaltechnischen Institut untersucht werden, sagte ein LKA-Sprecher.
Wegen des Großeinsatzes war die Autobahn 3 im Landkreis Regensburg am Freitag stundenlang, auch während der Hauptverkehrszeit, in beide Richtungen gesperrt. Auf der A3 und der nahegelegenen Bundesstraße 8 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer aufgrund von Staus viel Geduld aufbringen. Erst am späteren Vormittag rollte der Verkehr zumindest wieder in eine Fahrtrichtung, sagte eine Polizeisprecherin. Rund um den Fundort waren Beamte jedoch weiterhin mit der Suche nach weiteren Spuren beschäftigt. In Richtung Passau konnte der Verkehr deshalb erst gegen Mittag wieder fließen.
Update vom 30.01.2026, 13.05 Uhr: Vollsprerrung nach Fund auf A3 aufgehoben
Nach dem Fund von sprengstoffähnlichen Gegenständen auf der Autobahn 3 im Kreis Regensburg ist die Sperrung wieder aufgehoben. Das teilte die Polizei am Freitagmittag (30. Januar 2026) mit. Zuvor waren die Fahrbahnen in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt gewesen - auch während der Hauptverkehrszeit. Auf der A3 und der nahegelegenen Bundesstraße 8 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer aufgrund der resultierenden Staus viel Geduld aufbringen.