Jugend-Bande terrorisiert Mitschüler - mehrere Schulen durchsucht
Autor: Agentur dpa
Mindelheim, Freitag, 27. März 2026
Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren sollen an mehreren Schulen in Bayern ihre Mitschüler gequält haben. Die Polizei durchsuchte deshalb mehrere Objekte.
Schwere Vorwürfe: Eine Gruppe von Schülern im Alter zwischen 13 und 15 Jahren an mehreren Schulen in Bayern soll andere verletzt, bedroht und Videos davon geteilt haben. Polizisten hätten wegen entsprechender Ermittlungen unter anderem drei Schulen in Mindelheim und Babenhausen im Allgäu und im weiter nördlich gelegenen Krumbach durchsucht, teilten die Beamten mit. Auch an den Wohnadressen von Verdächtigen seien Polizisten im Einsatz gewesen.
Dabei stellten die Beamten den Angaben zufolge acht Handys, eine Softair- und eine Schreckschusswaffe sowie ein Messer sicher. Aktuell lautet der Verdacht, dass sich Schüler von mehreren Schulen als Gruppe zusammengetan haben, andere verletzt, bedroht und beleidigt sowie Gegenstände beschädigt haben sollen. Es gebe Hinweise, dass die Taten gefilmt und über Messengerdienste in verschiedenen Gruppen verbreitet wurden, so die Ermittler.
Gruppe Jugendlicher terrorisiert Mitschüler - sind sie überhaupt strafmündig?
Um wie viele Straftaten es gehen könnte, blieb zunächst unklar - ebenso wie die Frage, wie viele Verdächtige derzeit bekannt sind und wie viele wegen ihres Alters überhaupt strafmündig sind. Die Polizei sprach von zahlreichen Taten, die die Gruppe begangen haben könnte. Anlass für die Ermittlungen war demnach eine Anzeige aus der Mittelschule Mindelheim.
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Danach seien den Schülern die Hintergründe der Durchsuchungen bei einer Infoveranstaltung in der Aula erklärt worden, teilte die Schulleiterin mit. Dabei sei es neben der Aufklärung des Falls auch um die Verhinderung weiterer Taten gegangen.
Betroffene habe man ermutigt, mit ihren Eltern oder Vertrauenspersonen zu sprechen und Straftaten anzuzeigen. An der Schule sollten zudem die Themen «Gruppendynamik, Mobbing, Bystander und der verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Medien» vertieft aufgearbeitet werden, hieß es. Die Ermittlungen gehen unterdessen weiter.