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Grippe in Bayern: Behörden verzeichnen deutlichen Anstieg


Autor: Agentur dpa

München, Freitag, 16. Oktober 2026

Bayern meldet bereits 338 Grippefälle in zwei Wochen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr zu dieser Zeit. Die niedrige Impfquote bei älteren Menschen bereitet Fachleuten Sorge.
Bayern meldet einen starken Anstieg von Grippefällen in der aktuellen Saison.


Die aktuelle Grippesaison hat in Bayern mit einer Vielzahl von Krankheitsfällen begonnen. Laut Angaben des Gesundheits-Landesamtes wurden in den ersten beiden Wochen bereits 338 Fälle im Freistaat erfasst. Besonders viele Fälle wurden zuletzt aus Oberbayern gemeldet.

Diese Zahl übersteigt die Vergleichszahlen vom Vorjahr deutlich; damals wurden im selben Zeitraum 172 Fälle registriert. In den Jahren 2023 und 2024 waren die Krankheitsfälle in diesem Zeitraum mit 85 und 104 nochmals deutlich niedriger. In den ersten beiden Wochen der im Herbst 2022 gestarteten Grippesaison gab es hingegen nahezu 1000 Fälle, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervorgeht.

Für bestimmte Gruppen kann "eine Grippe alles andere als harmlos sein"

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) appellierte angesichts der aktuellen Zahlen an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. "Gerade für ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen kann eine Grippe alles andere als harmlos sein", sagte sie.

Empfohlen wird die Grippe-Impfung für Patientinnen und Patienten ab 60 Jahren, Schwangere, Personen mit erhöhter Gefährdung aufgrund einer anderen Krankheit sowie Pflegeheimbewohner.

Insgesamt wurden in der vergangenen Grippesaison 2025/26 von den bayerischen Gesundheitsämtern 44.855 Infektionen gemeldet.

Impfquote nur in einem anderen Bundesland niedriger

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) weist Bayern im bundesweiten Vergleich eine unterdurchschnittliche Grippe-Impfquote auf. Nur jeder dritte TK-Versicherte über 60 Jahre habe sich im vergangenen Winter impfen lassen (34 Prozent).

Noch niedriger war die Quote im Vergleich der Bundesländer nur in Baden-Württemberg (25 Prozent). Der bundesweite Durchschnitt lag bei 40 Prozent. Die TK betreut in Bayern nach eigenen Angaben mehr als 1,7 Millionen Versicherte.