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Flugunfall in München: Flughafen entging wohl nur knapp einer Katastrophe


Autor: Redaktion, Agentur dpa

München, Montag, 17. August 2026

Der Flughafen München ist nach Meinung eines Experten bei dem fehlerhaften Dreamliner-Start nur haarscharf einer Katastrophe entgangen.
Eine Boeing 787, wie in diesem Symbolfoto, musste am Samstag (15. August 2026) in München kurz nach dem Start wieder außerplanmäßig landen.


Update vom 17.08.2026, 14.24 Uhr: Flugunfall mit Dreamliner in München hätte in Katastrophe enden können

Der Flughafen München ist nach Meinung eines Experten beim fehlerhaften Start einer Boeing-Passagiermaschine am Samstag (15. August 2026) nur haarscharf einer Katastrophe entgangen.

"Das hätte einen Feuerball mit hunderten Todesopfern geben können, wenn die Piloten die Maschine nicht noch hochgezogen hätten", sagt Luftfahrt-Experte Heinrich Großbongardt der Deutschen Presse-Agentur. Auch außerhalb des Flughafengeländes seien Menschen in Gefahr gewesen.

Flugunfall mit Dreamliner in München: Flugzeugheck wurde schwer beschädigt

Die Boeing 787 der Vietnam Airlines war am Samstagnachmittag erst hinter dem Ende der Südbahn abgehoben. Videos vom Start zeigen mächtige Staubwolken und Erschütterungen in der Kabine.

Nach Informationen der Plattform "Aviation Herald" blockierten zudem vor dem Start mindestens die Bremsen auf der rechten Seite des Jets. Wegen der geringen Startgeschwindigkeit setzte das Heck des Flugzeugs auf und wurde schwer beschädigt. Dabei wurde auch die Befeuerung - also die Lichtzeichen - hinter der Startbahn beschädigt.

Bei der späteren Rückkehrlandung auf der Nordbahn wurden zudem die Reifen des Hauptfahrwerks zerfetzt. Die Passagiere sind laut Flughafen unverletzt mit Bussen in das Flughafengebäude gebracht worden.

Vietnam Airlines bestätigt "technisches Problem" und entschuldigt sich

Den Passagieren und der Besatzung gehe es gut, teilte Vietnam Airlines mit. Die Fluggesellschaft bestätigte ein "technisches Problem" - und entschuldigte sich "aufrichtig für die entstandenen Unannehmlichkeiten". Die Flugbesatzung habe alle vorgeschriebenen Verfahren eingehalten.

Die Entscheidung, nach München zurückzukehren, sei im Cockpit getroffen worden. Der Pilot habe vor der Landung in mehreren Schleifen den Flughafen überflogen und 60 Tonnen Kerosin abgelassen - die Maschinen können unmittelbar nach dem Start zu schwer für die Landung sein.

Zweimal habe die Maschine im Tiefanflug den Flughafen überflogen, damit mögliche Schäden am Fahrwerk vom Boden aus festgestellt werden konnten.

Start nicht abgebrochen: Flugschreiber auf dem Weg nach Braunschweig

Den genauen Hergang des Unfalls müsse nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung klären, sagte Großbongardt. Experten der Behörde seien am Wochenende vor Ort gewesen. Die Flugschreiber seien sichergestellt und nun auf dem Weg nach Braunschweig. Die Untersuchung werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen, dann werde es zunächst einen Zwischenbericht geben.

Mit Hilfe der Flugdatenschreiber und Voicerecorder müsse geklärt werden, was sich im Cockpit abgespielt hat. Das werde Monate dauern. Zum Beispiel stelle sich die Frage, warum die Crew den Start nicht rechtzeitig abgebrochen habe. Die Münchener Bahn enthalte dafür mit 4000 Meter Länge eigentlich ausreichend Sicherheitsreserven.

Für grundsätzliche Zweifel an der Dreamliner-Reihe des US-Herstellers Boeing gebe der Vorfall keinen Anlass, sagt der Experte, der bis 2004 Deutschland-Sprecher des Unternehmens war. "Die 787 ist ein absolut sicheres Verkehrsflugzeug."

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Erstmeldung vom 17.08.2026, 11.33 Uhr: Flugunfall mit Dreamliner in München - Passagiere mussten Notfallposition einnehmen

Am Münchner Flughafen kam es am Samstag (15. August 2026) zu einem Zwischenfall mit einer Boeing 787 - auch bekannt als "Dreamliner - der Vietnam Airlines. Die Maschine, die planmäßig nach Hanoi starten sollte, musste kurz nach dem Abheben umkehren und eine "Notlandung" durchführen, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet.

Der Vorfall sorgte für erhebliche Beeinträchtigungen am Flughafen. Die nördliche Start- und Landebahn war stundenlang blockiert, zahlreiche Flüge verspäteten sich. Erst gegen Mitternacht konnte der normale Betrieb wiederhergestellt werden.

Flugunfall am Airport München: Startvorgang des Dreamliners dauerte ungewöhnlich lange

Die Boeing 787 rollte am Samstagnachmittag auf die südliche Startbahn. Doch der Startvorgang dauerte ungewöhnlich lange. Wenig später drehte die Maschine um und landete auf der nördlichen Bahn wieder sicher.

An dem Flugzeug wurden Schäden an Reifen und Fahrwerk festgestellt. Die Ursache war zunächst unklar. Der Flughafen bestätigte auf Anfrage von BR24, dass bei einer Inspektion leichte Beschädigungen an der Anflugbefeuerung festgestellt worden seien, die aber umgehend beseitigt werden konnten.

Der Flughafen stufte den Vorfall als "Flugunfall" ein. Ein Vertreter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurde hinzugezogen. Die Behörde ermittelt nun, warum die Maschine beim Start erst extrem spät abhob.

Über zwei Stunden in der Luft: Maschine musste Treibstoff ablassen

Nach dem Start kreiste die Maschine mehr als zwei Stunden über dem Flughafen, wie BR24 berichtet. Der Grund: Vor der ungeplanten Landung musste Treibstoff abgelassen werden. Die Boeing war für den Langstreckenflug nach Hanoi vollgetankt und damit für eine Landung zu schwer.

Dafür gibt es an jedem Flughafen bestimmte Bereiche, sogenannte Fuel Dumping Areas. Dort darf das Kerosin in einer bestimmten Höhe abgelassen werden. Erst danach konnte die Maschine landen.

Bei der Landung lösten sich Reifenteile von der Maschine und es rauchte stark. Die Passagiere mussten die Notfallposition einnehmen. Auf der Landebahn lagen anschließend Trümmerteile, die aufgesammelt werden mussten.

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt - keine Verletzten

Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die Passagiere wurden mit Bussen in das Flughafengebäude gebracht. Sowohl die Crew als auch die Passagiere sind wohlauf.

Das manövrierunfähige Flugzeug wurde stabilisiert und in einen Hangar geschleppt. Reifenteile wurden aufgesammelt und Beschädigungen an der Fahrbahn ausgebessert. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Nacht. Am Sonntagmorgen um 7 Uhr konnte der Flugbetrieb regulär wieder aufgenommen werden.

Vietnam Airlines erklärte, die Flugbesatzung habe vorschriftsmäßig gehandelt und sei sicher gelandet. "Die Passagiere und Besatzungsmitglieder sind in Sicherheit", hieß es in einer Mitteilung. Die Fluggesellschaft kündigte eine technische Untersuchung der Maschine an.

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