Flughafen München: Flugzeug verfehlt Landebahn - kurz nach Beinahe-Unfall
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
München, Dienstag, 18. August 2026
Schon wieder beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.
Ein Airbus A380 der Lufthansa hat am Münchener Flughafen kurz nach dem Beinahe-Zwischenfall eines Boeing-Dreamliners die Landebahn verfehlt. Das mit 351 Reisenden besetzte Flugzeug hatte am Montagabend (17. August 2026) zu früh aufgesetzt und die Beleuchtung an der Landebahnschwelle beschädigt, wie das Unternehmen bestätigte. Die Maschine sei jedoch sicher gelandet und alle Passagiere seien unverletzt geblieben, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatten RTL und aero.de darüber berichtet.
Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung teilte mit, ein zu frühes Aufsetzen der Maschine sei nicht dokumentiert. Die Bahn sei am Montagabend für zehn Minuten überprüft worden. Laut Lufthansa hat die A380 bereits auf dem Beton, jedoch vor der mit weißen Blockstreifen markierten Landebahnschwelle aufgesetzt. Der Flughafen sprach auf Nachfrage von einer "geringfügigen Beschädigung" der Beleuchtung im Bereich der östlichen Landebahnschwelle auf der Südbahn des Airports. Die Beleuchtung sei umgehend repariert worden - weniger als eine Stunde nach der Landung der Maschine konnte die Südbahn demnach schon wieder genutzt werden.
Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf - Beschädigung nur geringfügig
Nur zwei Tage zuvor war auf derselben Bahn ein Boeing-Dreamliner der Vietnam Airlines beim Start über das Pistenende hinausgeschossen. Passagiere und Crew entgingen nur knapp einem Unglück, weil die Maschine doch noch abheben konnte. Auch hier wurden Lampen der Bahnbefeuerung beschädigt. Die Maschine kehrte zum Münchener Flughafen zurück. Bei der Sicherheitslandung platzten mehrere Reifen, Menschen wurden jedoch nicht verletzt.
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Die A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die etwa 13 Jahre alte Lufthansa-Maschine mit dem Kennzeichen D-AIML war am Vorabend als Flug LH459 in San Francisco an der US-Westküste gestartet und nach Flughafenangaben am Montag um 17.23 Uhr in München gelandet. Im Anschluss an die Landung rollte das Flugzeug zu seiner Position am Terminal und die Gäste verließen es regulär, wie Lufthansa berichtete.
Die Ursachen für den Zwischenfall werden wie der Fall der Vietnam Airlines untersucht. Laut Lufthansa hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bereits eine Untersuchung eingeleitet. Das Unternehmen unterstütze diese vollumfänglich. Laut RTL waren die BFU-Mitarbeiter bereits vor Ort und haben die Flugschreiber sichergestellt.