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Supermarktkette Feneberg insolvent - 3000 Mitarbeiter betroffen


Autor: Agentur dpa, Redaktion

Kempten (Allgäu), Dienstag, 13. Januar 2026

In Bayern musste eine große Supermarkt-Kette Insolvenz anmelden. Viele Kunden bemerken die Folgen schon jetzt.
Die bayerische Kette Feneberg hat Insolvenz angemeldet.


Die Supermarktkette Feneberg hat nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Kempten ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt. "Ziel ist es, das Unternehmen wirtschaftlich nachhaltig neu aufzustellen – bei laufendem Geschäftsbetrieb", teilte das zum Edeka-Verbund gehörende Allgäuer Familienunternehmen Feneberg Lebensmittel GmbH mit.

Alle Supermärkte blieben geöffnet. Feneberg verfügt über mehr als 70 Filialen in Süddeutschland und dem österreichischen Kleinwalsertal, hauptsächlich im Allgäu und der Bodenseeregion. Mit rund 3000 Angestellten erzielt das Unternehmen einen Jahresumsatz von über 500 Millionen Euro, hieß es.

"Bedauern die Umstände": Wie geht es mit der Supermarkt-Kette Feneberg nach Insolvenz weiter?

Ein Schutzschirmverfahren ermöglicht es im Insolvenzrecht Betrieben, die in finanziellen Schwierigkeiten, aber noch nicht zahlungsunfähig sind, sich zu restrukturieren. Die Familie Feneberg hat Stephan Leibold in die Geschäftsleitung geholt, der zuvor bereits bei einem Feneberg-Tochterunternehmen als Sanierungsexperte tätig war.

"In den letzten Jahren wurde bei Feneberg vieles angestoßen, allerdings nicht alles konsequent zu Ende gebracht", sagte Leibold. Spezialisten der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger unterstützen zudem die Sanierung, die im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden soll. Das Unternehmen erwirtschaftet laut Südwest Presse (SWP) einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro. Es handelt sich laut SWP  um einen der größten selbstständigen Akteure im Lebensmittelhandel in Süddeutschland.

Trotz des Optimismus der Sanierungsspezialisten gibt es bereits jetzt ein Ärgernis für viele Kunden. "Bitte beachten Sie, dass aufgrund des aktuellen Schutzschirmverfahrens keine Gutscheine eingelöst werden können", erklärt Feneberg auf seiner Website. Wer noch über Guthaben verfüge, muss sich deshalb mit bestimmten Informationen an eine spezielle E-Mail wenden. "Wir bedauern die Umstände im Rahmen des Schutzschirmverfahrens", heißt es. 

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