Dingolfing: Mann an Haustür erschossen – Profiler sollen Ermittlungen voran bringen
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Dingolfing, Freitag, 30. Oktober 2026
Bei ihren Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt in Dingolfing bittet die Polizei erneut um Zeugenhinweise. Auch sogenannte Profiler sollen bei der Tätersuche helfen.
Update vom 30.10.2026, Uhr: Profiler sollen Ermittlungen voran bringen
Die Polizei hat nach einem tödlichen Angriff auf einen 43-Jährigen an seiner Haustür in Dingolfing sogenannte Profiler eingeschaltet. Die Spezialisten der Operativen Fallanalyse (OFA) des Polizeipräsidiums München sowie Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) sollen die mittlerweile 50-köpfige Sonderkommission der Kripo Landshut bei der Suche nach dem Täter unterstützen. Zudem bitten die Ermittler erneut Zeugen um Mithilfe, teilte die Polizei mit.
Täter und Motiv seien weiterhin nicht bekannt, erklärte ein Polizeisprecher. Zeugen, die am Montag (26. Oktober 2026) zwischen 10.30 und 12.45 Uhr verdächtige Beobachtungen – beispielsweise auch zum Fluchtfahrzeug – im Bereich der Schwedenschanze/Eppenauerstraße sowie der Oberdingolfinger Straße gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Video:
Zudem können Fotos oder Videos über ein Upload-Portal hochgeladen und somit der Polizei zur Verfügung gestellt werden. Das können Aufnahmen via Handy, Drohne, Dashcam oder Überwachungskamera sein.
Das ist über den Täter bekannt
Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der 43-Jährige am Montagmittag an seiner Haustür von einem Unbekannten niedergeschossen und erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Dem vorläufigen Obduktionsergebnis zufolge wurde er von mindestens einem Projektil tödlich getroffen. Der Täter soll eine Kapuzenjacke und einen Oberlippenbart getragen haben und mit einem dunklen Fahrzeug geflüchtet sein.
Update vom 27.10.2026, 19.41 Uhr: Mann (43) an Haustür erschossen – Angehörige belästigt
Einen Tag nach der Gewalttat an einem 43 Jahre alten Mann im niederbayerischen Dingolfing haben zwei Trittbrettfahrer erneut einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei standen am Dienstagnachmittag (27. Oktober 2026) zwei Verdächtige mit einem Auto vor dem Tatort und äußerten sich gegenüber einem Angehörigen des Opfers derart, dass es als Drohung verstanden werden konnte. Es folgte eine Großfahndung.
Am Montag hatte eine noch unbekannte Person an dem Wohnhaus geklingelt und einen 43-Jährigen nach dem Öffnen der Tür niedergeschossen. Der Mann starb noch am Tatort. Der Täter konnte mit einem Fahrzeug entkommen.
Nachdem die beiden Verdächtigen vor dem Haus erschienen waren, riefen die Angehörigen erneut die Polizei. "Da ein möglicher Zusammenhang mit der gestrigen Tat nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit zahlreichen Streifen sowie einem Polizeihubschrauber in die Wege geleitet", teilten die Beamten mit.