Es geht um 14.650 Euro – Am Amtsgericht in Forchheim wird ein komplizierter Fall verhandelt
Vor dem Schöffen-Jugendstrafgericht in Forchheim ist ein Fall von Betrug und versuchter räuberischer Erpressung verhandelt worden. Der beschuldigte K. soll sich laut Anklage von dem geschädigten F. insgesamt 14.650 Euro geliehen und nie zurückgezahlt haben.
„Ich habe ihn in der Schule kennengelernt“, sagt K., als er vom Vorsitzenden Richter Peter Neller gefragt wird, woher er den Geschädigten kenne. Auch dass er vom Geschädigten Geld bekommen habe, streitet K. nicht ab, gibt jedoch an, dass es sich nur um kleinere Beträge bis maximal 100 Euro gehandelt habe. „Einmal habe ich ihm auch 100 Euro zurückgegeben“, gibt K. an.
Der Zeitraum, in dem er sich das Geld geliehen haben soll, erstreckt sich vom 8. Oktober 2024 bis zum Juli 2025. Die großen Summen, von denen gesprochen wird, habe er nie in der Hand gehabt, behauptet K.
Der Angeklagte K. hat eine geistige Beeinträchtigung und bekommt deshalb Unterstützung von einem Betreuer. Er kam mit seiner Mutter und seiner Schwester im Rahmen der EU-Freizügigkeit von Polen nach Forchheim, besitzt jedoch nur die polnische Staatsbürgerschaft .
Den Geschädigten F. lernte er in der Lebenshilfe-Schule Forchheim kennen. „Es fing 2024 auf dem Annafest an, da hatte er mich zum ersten Mal um Geld gebeten“, sagt F. bei seiner Zeugenvernehmung. An diesem Tag hätte ihn noch seine Mutter von der Geldübergabe abgehalten, doch danach sei K. immer wieder auf ihn zugekommen und habe nach Geld gefragt. „Ich habe ihm sogar mein ganzes Kommunionsgeld gegeben“, erzählt der Geschädigte.
Auch der Schwester von K. und dessen Mutter habe F. Geld geliehen. „Ich habe jedes Mal, wenn ich ihm Geld gegeben habe, eine Liste angelegt“, so F. weiter. Als er irgendwann gemerkt habe, dass er sein Geld nicht wiederbekomme, habe er K. offen geschrieben, dass dieser ihm die Schulden zurückzahlen solle, sonst würde er zur Polizei gehen.
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