Neues Konzept auf dem Mittelaltermarkt begeistert die Besucher

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Die erstmals auf dem Markt vertretenen „Donnerschwaben“ klären die Besucher über das Mittelalter des 15. Jahrhunderts auf.Thomas Weichert
Die erstmals auf dem Markt vertretenen „Donnerschwaben“ klären die Besucher über das Mittelalter des 15. Jahrhunderts auf.Thomas Weichert
Die „Gefolgschaft des Löwen“ aus Würzburg bereitet sich auf den Kampf vor. In der Mitte steht der Fantasyautor David Givens.
Die „Gefolgschaft des Löwen“ aus Würzburg bereitet sich auf den Kampf vor. In der Mitte steht der Fantasyautor David Givens.
 

Es war ein wahrhaft heißer Auftakt, als sich die Tore zum dreitägigen Mittelaltermarkt bei Burg Rabenstein öffneten. Bei hochsommerlichen Temperaturen ließen die Besucherzahlen am ersten Tag zwar zunächst etwas zu wünschen übrig, doch an den Folgetagen wendete sich das Blatt: Am Wochenende strömten die Gäste umso zahlreicher auf das weitläufige Burggelände.

Der Markt präsentierte sich in diesem Jahr mit einem leicht umgestellten, interaktiveren Konzept. Neben dem bunten Markttreiben setzten die Organisatoren um Philipp Bauer aus Gößweinstein verstärkt auf Wissensvermittlung und erlebbare Geschichte. Die erweiterten Führungen durch die Lager sowie die zahlreichen mittelalterlichen Fachvorträge und Vorführungen wurden vom Publikum hervorragend angenommen.

Insgesamt sieben neue Mittelaltergruppen und etliche neue Händler bereicherten das Spektakel. Unter ihnen war die „Gefolgschaft des Löwen“ aus Würzburg unter der Leitung des Fantasyautors David Givens. Auf einem Markt in Köln hatte er vom Ruf der Burg Rabenstein gehört: „Quer durch die Republik hört man immer, dass das der schönste Markt ist“, schwärmte Givens, dessen Gruppe die Epoche von 1450 bis 1490 detailgetreu darstellt.

Direkt gegenüber lagerten die ebenfalls neuen „Donnerschwaben“ – ein Verein für Geschichtsdarstellung und Erlebnispädagogik, der das 15. Jahrhundert mit gut besuchten Vorträgen zum Leben erweckte.

Auch das Kunsthandwerk bot viel Neues. So demonstrierte die Künstlerin „Ellri Herba“ eindrucksvoll das traditionelle Punzieren von Leder. Die Kunsthandwerkerin Andrea Stephan aus dem Kinzigtal begeisterte die Besucher mit handgefertigten mittelalterlichen Schellen, von denen jede ein Unikat ist, die ihren ganz eigenen Klang besitzt. Ergänzt wurde die Vielfalt durch ein breites kulinarisches Angebot, das keine Wünsche offenließ.

Für die passende musikalische Untermalung und ausgelassene Stimmung auf den Plätzen sorgte die Musikgruppe „Turas Math“ mit ihren historischen Klängen. Die Gaukler „Oscar“ und „Mimi“ trieben Schabernack und brachten das Publikum mit ihren Kunststücken zum Lachen, während das Puppentheater vor allem die jüngsten Marktbesucher in seinen Bann zog.

Besonders spektakulär wurde es bei den Vorführungen der Wiener Fechtschule. Die Akteure zeigten beim strikten Stangenwaffendrill eiserne Disziplin, bevor sie in der packenden Feldschlacht die Funken sprühen ließen und den Zuschauern authentische Kampfkunst demonstrierten. Als krönender Abschluss am Freitag und Samstag verzauberte eine fulminante Feuershow die Gäste.