Nun merkte man den Coburgern auch langsam an, dass neben dem verletzten Kapitän Wolf auch Youngster Nico Wenzl aufgrund von schulischen Verpflichtungen nicht zur Verfügung stand. Mit Ebert, Keita und dem einmal mehr überragend aufspielenden Princeton Onwas standen gleich drei Spieler länger als 35 Minuten auf dem Spielfeld.
Beide Teams setzten immer wieder harte Treffer: Setzte Coburg sich mit einem 9:3-Lauf auf 84:78 ab, konterten die Gäste von Main mit zwei Distanzwürfen ihrerseits und glichen das Spiel so Mitte des Viertels wieder aus. Als Keita nach Vorlage von Jevon Perschnick einen Alley-Oop wuchtig durch den Korb donnerte, stand die Halle Kopf. So laut wie in dieser Saison noch nicht hatten die Fans ihren großen Anteil daran, dass die Würzburger nun an der Freiwurflinie nervös wurden: Stechmann, Pipiras und Hunt trafen gemeinsam nur einen von sechs Schüssen, auch Albus ließ noch einen liegen - doch Coburg konnte nun vorne die Würzburger Verteidigung nicht mehr überwinden. Als Keita dann weniger als eine halbe Minute vor dem Ende beim Stand von 88:91 aus Coburger Sicht einen fatalen Fehlpass zu Stechmann spielte, war die Partie entschieden.
"Es ist das Schlimmste für eine Mannschaft, wenn du vorne scorst und schwupp, ist hinten der Ball wieder im Netz. Das killt dich", ärgerte sich Coburgs Cheftrainer Ulf Schabacker über das nachlässige Verteidigungsverhalten seiner Schützlinge. "Das ist eine Einstellungssache, das muss sich die Mannschaft jetzt vorhalten lassen."
Die Statistik
BBC Coburg: Onwas (31, 10 Rebounds), Urbano (17, 7 Rebounds), Keita (17, 13 Rebounds), Ebert (14, 7 Assists), Lorber (6), Bär (3), Dippold (2), Perschnick, Herbst (n.e.)
TG s.Oliver Würzburg: Hunt (21, 6 Rebounds, 6 Assists), Pipiras (17, 5 Rebounds), Eisenberger (15, 5 Rebounds), Hadenfeldt (14), Weitzel (10), Albus (8, 6 Rebounds, 6 Assists), Stechmann (5), Leonhardt (4), Jaschewski