Die für Januar 2020 angekündigte Tarifänderung im Parkhaus Post sorgt für Unmut im benachbarten Quartier.
Die für die Coburger Parkhäuser zuständige Wohnbau- und Stadtentwicklungsgesellschaft (WSCO) hat angekündigt, zum 1. Januar 2020 verschiedene Tarife zu ändern. Unter anderem wird im Parkhaus Post werktags nur noch von 13 bis 19 Uhr die erste Stunde kostenlos sein - derzeit gilt diese Regelung werktags von 8 bis 19 Uhr.
Sowohl über diese Änderung als auch über die Art, wie diese Änderung kommuniziert wurde, sind mehrere Händler aus dem Bereich Steinweg verärgert und haben deshalb einen Offenen Brief an die WSCO verfasst. Darin heißt es: "Dass wir über die Medien von einer solch einschneidenden Entscheidung erfahren, ist enttäuschend und frustrierend." Denn die Händler und Dienstleister im Steinwegviertel seien nun einmal die "direkt Betroffenen" dieser Entscheidung. Die Unterzeichner betonen, dass die bisherige Regelung "Gold wert" gewesen sei: Der Suchverkehr im Umfeld des Steinwegviertel sei minimiert und die Kurzzeitparkplätze entlastet worden.
Die Unterzeichner sprechen davon, dass ein "gemeinsames Arbeiten für eine belebte, vielfältige und lebenswerte Innenstadt" unter anderem "Transparenz, offene Kommunikation und Fairness" zwischen den Beteiligten voraussetze. Die Informationspolitik der WSCO lasse dies jedoch vermissen, was ein "schlechtes Zeichen für die Zukunft" sei.
Unterzeichnet ist der Offene Brief von Matthias Schmidt-Curio (Asco Sprachenschule), Nicole App (Chicas), Sabine Höll (Secondo Engelservice), Christoph Kopietz (Fahrschule Kopietz), Oliver Müller (Sonderbar), Roland Mitschke (Foto Mitschke), Susann Zuber (Reisebüro Sonnenklar), Christine Fischer (Optik Busch), Uwe Rückert (Weltbasar) und Heiko Riedemann (Greenland).
Ich weiß nicht so recht, was die zitierten Geschäftsleute aus dem Steinweg eigentlich wollen - warum sollte die WSCO ihre Geschäftspolitik mit diesen Leuten absprechen ? Sprechen die Geschäftsleute ihre Geschäftspolitik mit der WSCO ab ? Doch sicherlich nicht und spricht die WSCO ihre Geschäftspolitik mit mir oder anderen Bürgern ab ? Auch das nicht. Grundsätzlich finde ich es durchaus richtig, wenn man die Kostenfreiheit in öffentlichen Parkhäusern deutlich einschränkt, denn dadurch wird der Reiz vermindert, mit seinem Fahrzeug in die Tiefgaragen zu fahren und knappen Parkraum ohne dafür irgend ein Entgelt zu zahlen zu belegen und ihn anderen Nutzern vorzuenthalten, die für das Parken auch bezahlen. Wenn die genannten Geschäftsleute aus dem Steinweg nun so entschieden dafür sind, daß das Parken länger kostenfrei sein sollte - weil sie sich ganz offensichtlich davon einen Nutzen versprechen, denn nur das kann doch das Ziel der Kritik sein und nicht die angegebene dünne und nichtssagenden Begründung - dann steht es ihnen ja frei, ihren Kunden bei Vorlage eines Parkscheins den geleisteten Betrag anteilig zu erstatten. Ich bin mir indessen sicher, auf ein solches Entgegenkommen dieser Leute ganz vergeblich zu warten.