Mit einem öffentlichen Training und einer Mannschaftsvorstellung läutete der BBC seine zweite ProB-Saison ein. Am Ende überraschte Neuzugang Andy Rico.
Nach einer schweißtreibenden und intensiven öffentlichen Trainingseinheit der Coburger Basketballer gab es für die rund 100 Fans in der HUK-Arena am Donnerstagabend doch noch ein bisschen Show. Der neue Cheftrainer Ulf Schabacker hatte 50 Euro für einen Treffer von der Mittellinie ausgelobt. Als Erster schritt Neu-Center Andy Rico zur Tat.
Und der Franzose, der als Ingenieur in Coburg arbeitet und vor einigen Wochen eher zufällig zum Team gestoßen ist, seither aber mit Einsatz und Willen überzeugt, sorgte mit einem blitzsauberen "Durchschuss" ohne Ringberührung gleich mit dem ersten Versuch für ein spektakuläres Ende einer gelungenen Veranstaltung.
Da der Saisonstart für den BBC Coburg in der ProB mit dem Auswärtsspiel bei der TG s. Oliver Würzburg (Samstag, 22. September, 20 Uhr) naht, ging die Mannschaften um Kapitän Steffen Walde die 90 Minuten zuvor sehr konzentriert zu Werke. Auf dem Programm stand insbesondere das Angriffsverhalten gegen eine Zonenverteidigung und damit vordringlich die schnelle Ballbewegung gegen das Verschieben der Raumdeckung.
Gestik wichtiger als Sprache
Im Vorfeld des öffentlichen Trainings präsentierte sich die teilweise neu formierte, aber dennoch im Kern zusammengebliebene Mannschaft inklusive Trainer- und Betreuerstab über 50 Sponsoren, Förderern, Helfern und Pressevertretern im VIP-Raum der Arena. Anklang fanden die Worte des Coburger Oberbürgermeisters Norbert Tessmer, der dem Team eine erfolgreiche Saison wünschte und die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen im Klubumfeld heraushob.
Ansonsten ging es bei der Vorstellung der Akteure durchaus locker zu: Der Trainer entgegnete auf die Frage nach einer möglichen Sprachbarriere, dass Gestik, Mimik und Lautstärke des Gesagten im Normalfall völlig ausreichend sind, um seinen Schützlingen unmissverständliche Ansagen zu liefern. Mit der bisherigen Vorbereitung zeigt sich der 61-Jährige recht zufrieden: "Wir haben ein gutes Team. Es ist Substanz da, es formt sich langsam eine Einheit. Jetzt zählt es auf dem Feld."
Molosciakas unter der Haube
Center Max von der Wippel beklagte die im Vergleich mit seiner vorherigen Station Dresden knapp bemessenen Öffnungszeiten des Coburger Einzelhandels, die Flügelspieler Steffen Walde und Dino Dizdarevic wollten sich nicht recht festlegen, wer beim Eins-gegen-Eins-Duell die Nase vorne hat und der frisch vermählte Point Guard Eividas Molosciakas gab Einblicke in die litauischen Gepflogenheiten in Sachen Namensveränderung durch Heirat.