Tiefenlauter Das Geheimnis ist gelüftet: Die kandidierenden Persönlichkeiten und deren Verteilung auf dem Wahlvorschlag der Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜPW) Lautertal, wurde offenbart. Die Aufstellungsversammlung am Montag im gut besuchten Saal des Gasthauses „Zur Schnepfe“ bot dazu Rahmenprogramm und Kulisse.

Am 15. März sind Lautertals Wählerinnen und Wähler dazu aufgerufen, 16 Mandatstragende durch Stimmabgabe in den Gemeinderat zu entsenden und Björn Friedrich, der Vorsitzende des Vereins, ist fest überzeugt: „Unser Angebot an die Wählenden zeigt eines: Mit diesen Persönlichkeiten ist unser Lautertal in guten Händen.“ Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass der Vorsitzende sich selbst auf Listenplatz 16 vorschlägt, hinter sein Team. Damit stellt er auch klar: Es ist eine Persönlichkeitswahl und der Wahlvorschlag ist genau das: Eine Empfehlung, innerhalb dieser durch die Stimmabgabe bei der Wahl auch die Wunschkandidierenden auf den hinteren Plätzen nach vorne gewählt werden können.

Für Offenheit und Nachvollziehbarkeit möchte die ÜPW einstehen. Es wurde daher aufgezeigt, wie die Vorschlagsliste z.B. zu den Einwohnerzahlen Lautertals passt. Zu diesen wichtigen Begriffen, also Transparenz und Plausibilität, ist auch zu nennen, dass der Wahlkampf mehr sein soll, als ein Werben für die Kandidierenden. Nichts weniger als die öffentliche Wahrnehmung von Wahlen ins unbedingte Positive umzukehren haben die Überparteilichen als Ziel erklärt. Die Kommunalwahlen sind nichts Lästiges, nichts Kompliziertes und nichts Unnötiges: „Nein! Wählen zu dürfen ist ein hohes Gut, dass es wertzuschätzen gilt. Kumulieren und Panaschieren, das sind die Werkzeuge einer mündigen Wählerschaft und keinesfalls Fachbegriffe, vor denen es zurückzuschrecken braucht!“ so Björn Friedrich in seiner Eröffnungsrede.

Mit größtmöglicher Umsicht und aus verschiedenen Betrachtungswinkeln möchten die Kandidierenden Lautertals große Themenkomplexe angehen, wie beispielsweise die Nutzung der Fläche. Dazu wurde aufgezeigt, dass eine schwarz-weiß Anschauung eben nicht geeignet ist, eine gute Lösung zu finden und viele dafür zu begeistern. Nur ein Mit- nicht Gegeneinander bringt eine Entscheidungsfindung, die für die Gesamtgemeinde den besten Weg auswählt. Etwas konkreter: Die Landwirtschaft braucht Land um ihre Arbeit zu verrichten, die Natur und Tierwelt Raum sich möglichst ungestört zu entwickeln, junge Familien suchen Baugrundstücke und Gewerbetreibenden soll die Möglichkeit für Wachstum nicht verwehrt bleiben. Hier einen goldenen Mittelweg zu finden, das ist die Herausforderung die es zu schultern gilt. Dafür macht sich die ÜPW stark.

Da eines der größten Wahlziele der ÜPW eine Wahlbeteiligung von mindestens 70 % ist, kann es nur folgerichtig sein, einen Botschafter für hohe Wahlbeteiligung auszurufen. Gefunden wurde dafür als glaubwürdiger Fürsprecher der 1. Bürgermeister, Karl Kolb, ebenfalls ÜPW-Mitglied. Und dieser konnte sogleich in der Versammlung erste Erfolge verkünden: Als Wahlvorstand konnte er nicht nur das Ergebnis verkünden, dass die Vorschläge der überparteilichen (ersatzweise) Kandidierenden einstimmig angenommen wurden, sondern auch, dass dabei eine 100%ige Wahlbeteiligung der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder vorgelegen hat.

Für die ab Ende Januar für alle sechs Gemeindeteile versprochenen Informationsveranstaltungen ist angekündigt: „Aufgeklärte und demokratiefreudige Wählerinnen und Wähler sind das Ziel.“ Geht es nach dem Vorsitzenden, so werden (unbeabsichtigt) ungültige Stimmzettel nicht zu beklagen sein, da über neutral gehaltene „Wie wähle ich richtig?“-Workshops bei diesen Zusammenkünften für jede und jeden erkennbar werden soll: „Es ist einfach und es macht Spaß wählen zu gehen!“


Für den Lautertaler Gemeinderat empfehlen sich die Überparteilichen: 1. Hans Rauscher (Gemeinderat & 3. Bürgermeister), 2. Dr. Bernd Wicklein (GR & Kreisrat), beide Oberlauter, 3. Katrin Friedrich, 4. Manfred Menzel (GR), 5. Renate Kotschenreuther (GR), alle drei Unterlauter, 6. Udo Oppel (Ortssprecher Rottenbach), 7. Thorsten Witter, Oberlauter, 8. Jürgen Kalb, Unterlauter, 9. Markus Koch (Oberlauter), 10. Cathleen Graßhoff, 11. Christian Reuß, beide Unterlauter, 12. Melanie Heusinger (Oberlauter), 13. Bernd Michniowski, Tiefenlauter, 14. Sebastian Menzel, 15. Karl-Dietrich Papenfuß und 16. Björn Friedrich, alle drei Unterlauter. Ersatzkandidatinnen sind Margit Faber (Tiefenlauter) und Sabine Gernet (Oberlauter).

für den Verein ÜPW Lautertal
verfasst am 19.11.2019
Björn Friedrich (1. Vorsitzender)