Es braucht eine Handvoll Erwachsene, um die große Osterkrone am Eichaer Dorfbrunnen aufzustellen. Bislang kein Problem, wegen Ausgangsbeschränkung und Versammlungsverbot derzeit aber eine unüberwindbare Hürde für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Eicha. Statt farbenfrohem und prächtigem Schmuck macht sich aktuell noch ein wenig Tristesse am Ortseingang breit. Ein Umstand, der bis zum Osterfest geändert werden soll.

Deshalb richtet sich der OGV mit einem Aufruf an seine Mitglieder, die der benachbarten Spvg Eicha und alle Ortsbürger: „Helft mit, verleiht unserem Osterbrunnen festlichen Glanz und lasst dabei eurer Kreativität freien Lauf“, erklärt Vorsitzender Mike Gallinsky. Eier färben, Steine bemalen, Girlanden basteln oder Bilder malen und laminieren, um sie gegen Wind und Wetter zu schützen. Jeder könne eigene Ideen umsetzen und mit den Schmuckstücken bei einem Spaziergang durch den Ort den Osterbrunnen dekorieren.

Um die bunten Eier aufhängen zu können, wurden vor Ort schon einige Zweige platziert, aber auch der Baum neben dem Brunnen darf geschmückt werden. „Wir freuen uns auf viele schöne Ideen und gelungenen Osterschmuck“, sagt Gallinsky. Er betont aber auch: „Wir bitten alle fleißigen Bastler darum, beim Schmücken darauf zu achten, dass keine Gruppenbildung entsteht und die Corona-Regeln eingehalten werden.“

Unter dem Motto „Ein Dorf, zwei Vereine“, machen OGV und Meine Liebe, meine Heimat, mein Verein.Spvg Eicha seit ein paar Jahren mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen gemeinsame Sache. Solch ein Zusammenhalt ist auch in diesen Tagen gefragt, die Dorfgemeinschaft rückt noch enger zusammen. Deshalb war es für die Fußballerinnen und Fußballer der Sportvereinigung keine Frage, bei der Nachbarschaftshilfe mitzumachen, die inzwischen in vielen Kommunen organisiert wird. Botengänge, Hilfe bei Einkäufen, die Post aufgeben, mit dem Hund rausgehen: Unterstützung für Menschen, die aufgrund der derzeit geltenden Regeln auf Hilfe angewiesen sind, ist auf vielfältige Weise denkbar. „Wir haben zum Glück erst ein paar wenige Einsätze fahren müssen, aber wir stehen bereit“, sagt Damen-Trainer Mirko Schuberth, der zusammen mit Marc Bohlein Ansprechpartner für die Nachbarschaftshilfe ist. „Wer Unterstützung braucht, kann sich unter Telefon 0151/25215393 oder 0160/96875782 bei Marc oder mir melden, wir teilen dann Helfer ein. Wir haben aber auch die Stadt Coburg, die Stadt Rödental, den Landkreis sowie die Gemeinden Ahorn und Weitramsdorf über unser Angebot informiert, sind bei den dort organisierten Nachbarschaftshilfen gelistet und natürlich auch über die Sozialen Medien zu erreichen", erklärt Schuberth.