Die diesjährige erste ZweitagesRadtour der Radfahrfreunde Kleinbuchfeld-Schnaid-Rothensand stand für 14 Teilnehmer ganz unter dem Motto „Radeln auf ehemaligen Bahntrassen und Flussradwegen“ und führte diesmal durch den Oberpfälzer Wald im Herzen Europas. Nach erfolgter PKW-Anreise nach Wiesau im Landkreis Tirschenreuth am Vorabend war dann am nächsten Tag die Abfahrt mit den Fahrräder um 08:15 Uhr. Zunächst führte die Tour auf dem VizinalbahnRadweg durch die herrliche Naturlandschaft der Waldnaabaue und der Tirschenreuther Teichpfanne mit ihren 2.500 Teichen und vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt in die Kreisstadt nach Tirschenreuth und durchfuhr das ehemalige Landgartenschaugelände bevor es dann bis nach Bärnau weiterging. Von nun an hieß es kräftig in die Pedale treten, denn es ging durch ein Waldgebiet entlang der tschechischen Grenze bergauf zur Waldnaabquelle und schließlich auf 832 Meereshöhe zur Schutzhaus Silberhütte, die man nach 35 Kilometer zur Mittagspause erreichte. Nach ausgiebiger Erholungspause besuchten die Radfahrfreunde nach einer bergabwärts Fahrt die Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Flossenbürg, und konnten während ein Führung viel Wissenswertes um diesen geschichtsträchtigen Ort erfahren. Die Schlussetappe des ersten Tages führt dann weiter durch das Zottbachtal mit zahlreichen Mühlen, Schleif- und Polierwerken aus vergangenen Zeiten bis nach Pleystein, mit einer barocken Klosterkirche auf einen 38m hohen Rosenquarzfelsen, das man um 18:15 Uhr nach 66 gefahrenen Kilometern wohlbehalten erreichte.
Am zweiten Tag startete man um 08:30 Uhr und fuhr auf Bayerns längsten Bahntrassenradweg, BocklRadweg, durch die idyllische Mittelgebirgslandschaft bis nach Neustadt an der Waldnaab. Doch für den Tourenorganisator Helmut Kupfer schien um 11:00 Uhr nach 35 Kilometer die Tour zu Ende zu sein. Sein Fahrrad hatte einen Felgenschaden, der nicht kurzfristig behoben werden konnte. Die Fahrradgruppe setzte schließlich alleine die Radtour auf dem Waldnaab-, Fichtelnaab- und SteinwaldRadweg fort. Doch in der Zwischenzeit konnte der Zurückgebliebene mit einem Leihfahrrad die Tour fortsetzen und stieß während einer Pause in der Waldschänke Zainhammer wieder zu seiner Gruppe dazu. Vereint fuhren die Radfahrfreunde die restlichen Kilometer der Rückfahrt durch die Wiesauer Teichlandschaft und erreichten um 16:00 Uhr nach insgesamt 133 gefahren Kilometer an beiden Tagen den Ausgangspunkt Ihrer Radtour wieder. Nach dem Aufladen der Fahrräder auf den PKW verabschiedete man sich und es wird mit Sicherheit in den nächsten Jahren eine Fortsetzung weiterer Radtouren in diesen Radlparadies des Oberpfälzer Waldes geben. Alle Teilnehmer konnten auf jeden Fall zahlreiche positiven Eindrücke sowie jede Menge Prospektunterlagen mit nach Hause nehmen.