Auf Initiative von Emmi Zeulner, MdB und Helene Weber-Preisträgerin Sabine Saam hin, luden die CSU Ortsverbände Litzendorf und Baunach zu einem Inklusionsfrühstück mit dem Inklusionsexperten Hubert Hüppe, MdB ein. Bei strahlendem Sommerwetter kamen 50 Teilnehmer um sich aus erster Hand zu informieren. Wir haben einen "heißen Draht" nach Berlin zum Thema "Inklusion und Teilhabe" und konnten uns zu den Chancen, Grenzen und dem Sachstand der Inklusion in Deutschland austauschen. Das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, gemeinsam spielen, lernen, arbeiten und wohnen - all dies beleuchtete Hüppe kompetent und im Austausch mit den Teilnehmern. Inklusion, erläuterte er, ist mehr als Rampen und Aufzüge für Gehbehinderte. Hier spannte er den Bogen sehr weit. Mit seinen bildhaften und praxisnahen Ausführungen schaffte er es in kurzer Zeit, das Auditorium für die unterschiedlichen Arten von Behinderung zu sensibilisieren. Auch ein Brillenträger sei ohne sein Hilfsmittel in der heutigen Zeit behindert.
Aufgrund vieler eigener Erfahrungen mahnte er an, dass Inklusion leider immer noch nicht der „Normalfall“ ist. Es werden aber täglich Fortschritte erzielt. Bei nahezu jedem Neu- oder Umbau eines öffentlichen Gebäudes wird nun auch ein Augenmerk auf die behindertengerechte Gestaltung gelegt. Denn, so Hüppe, Grundvoraussetzung für die Inklusion ist Barrierefreiheit. Zu oft verstecken sich die Verantwortlichen hinter Vorschriften oder vorgeschobenen Problemen.
So zieht Hüppe das Fazit: „Wer Inklusion will, sucht Wege. Wer sie nicht will, sucht nach Begründungen.“
Seine eigenen Erfahrungen als Vater eines behinderten Sohnes flossen mit ein. Er ging umfassend auf das Menschenrecht „Teilhabe“ ein. Meinungsbildung darf nicht nur an den großen Schaltstellen der Macht in Berlin passieren, sondern auch vor Ort, bei den Menschen, bei den Betroffenen, bei den "Experten in eigener Sache". Darauf ging Sabine Saam in ihrem Schlusswort ein. Andrea Weigler forderte, offener aufeinander zu zugehen und den eigenen Blick besser zu schärfen im Hinblick auf Barrierefreiheit. Die CSU schätzt den Sachverstand behinderter Menschen und hat einen Arbeitskreis ins Leben gerufen. Wer noch nicht im Forum der Menschen mit Behinderung ist, kann sich per Mail an forum-mmb@csu-bayern.de registrieren zum diskutieren und mitarbeiten.