Der Hausherr Georg Pfister persönlich und seine Tochter und Kirchenpflegerin Andrea Hummel begrüßte die Gruppe interessierter Damen und Herren bei strahlendem Sonnenschein an der Kapelle auf dem Betriebsgelände von Tiefbau Pfister in Hohengüßbach. Die Kapelle mit einer Grundfläche von 4x6 Metern war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pfister anfing zu erzählen. Er hat die Kapelle aus Dankbarkeit gebaut, zum einen für eine geheilte Krebserkrankung vor 31 Jahren und zum anderen weil ihm so viel Gutes im Leben widerfahren ist – samt seiner Ehefrau, 5 Kindern, 9 Enkeln und 3 Urenkeln. Spatenstich war am 5.10.2014. Das Gebäude ist aus Beton gegossen, das Gebälk aus Eichenholz aus dem Steigerwald, die Turmspitze vergoldet, die Statuen im Innern aus Lourdes, Medjugorje. Teuerstes Gewerk waren die Fenster, handgefertigt und bemalt von der Künstlerin Doris Hofmann aus Bad Staffelstein. Die Kirche ist aus wettertechnischen Gründen nicht geostet, sie ist nicht beheizt und wird über den Glockenturm und die Kirchentür aus dem Jahr 1715 belüftet. Nach Fertigstellung der Kapelle bekam Pfister Post vom Erzbischof, der ihm mitteilte, dass die Kapelle nach Kirchenrecht nicht geweiht werden kann. Es gelang Pfister allerdings, Domkapitular Wich am 27.9.2015 zur Segnung der Kapelle zu gewinnen. Im Anschluss feierten wir noch eine Dankandacht zu Ehren der Gottesmutter Maria, gestaltet von Theresia Schilling. Seelisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zur körperlichen Stärkung ins Brauhaus Binkert und rundeten den schönen Abend bei Bier und Brotzeit ab. Wer nun Lust hat, die Kapelle auf eigene Faust zu besuchen, sie ist von Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr offen.
Sabine Saam