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Ausstellung: Adolf Vogel - Ein Künstler aus Ebern „Aufbruch in die moderne Malerei“

Ebern
24.05.2020 | 14:00 - 17:00
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xaver-mayr-galerie Quelle: Ralf Kestel 
Im November 2015 hat der Bürgerverein Ebern 1897 e.V. durch Zufall und vor allem großes Glück von einer Nachfahrin eine größere Anzahl an Skizzen, Aquarellen und Ölbildern sowie zeitgenössische Dokumente und Fotografien des Künstlers Adolf Vogel geschenkt bekommen. Mittlerweile wurden die Bilder von der Kunsthistorikerin Ann-Kathrin Müller inventarisiert.

Die Kunsthistorikerin Sibylle Kneuer, die sich im vergangenen Jahr eingehend mit dem Leben und Werk Adolf Vogels beschäftigt hat, beschreibt den Künstler so:
„Adolf Vogel war ein moderner, dem expressiven Realismus zuzuordnender Künstler. Ein Suchender, der bereits als Kind familienbedingt öfters den Wohnort wechseln musste, aber auch als ausgebildeter Künstler nach dem Studium neugierig unterwegs war. München, Berlin, Marquartstein und Hannover waren feste Lebensstationen, abgesehen von etlichen Reisen. Er stellte zusammen mit Karl Caspar, Oskar Kokoschka und Ernst Barlach aus, aber auch mit Künstlern seiner Generation wie zum Beispiel Erich Glette, Rudolf Kriesch oder Wilhelm Georg Maxon (1894-1971). Er wurde zu einer Ausstellung in die Galerie Gurlitt in Berlin eingeladen, die seit jeher ein fast „seismographisches“ Gespür für moderne Maler hatte.
Adolf Vogel steht stellvertretend für eine ganze Künstlergeneration, die um 1900 geboren wurde und deren Lebensweg durch beide Weltkriege stark geprägt und beeinträchtigt wurde.“

Ende der 30er Jahre wurde der Künstler von den Nationalsozialisten mit einem Berufsverbot belegt. Er zog mit seiner ersten Frau Marlo Mieritz, die Halbjüdin war, von Berlin nach Wagrein in Österreich, danach nach Marquartstein in Oberbayern.

Seine bevorzugten Bildthemen waren klassisch: die Landschaft, das Portrait und das Stillleben. Die in der Tradition des Expressionismus kräftigen, teils aber auch düsteren Farben und eine dynamische Pinselführung zeichnen seine Bilder aus.

Anfang März 2020 haben Adolf Vogels in Hannover lebende zweite Ehefrau und sein Sohn entschieden, dem Heimatmuseum Ebern 46 teils großformatige Bilder aus ihrem Besitz zu überlassen. Diese werden zum Teil in der Ausstellung zu sehen sein. Einige der Bilder bedürfen noch einer grundlegenden Restaurierung.



Weiter Informationen zu Adolf Vogel finden sich auch auf dem Eintrag in Wikipedia, der von uns stammt:
de.wikipedia.org Draht für Antworten auf Fragen, Bilderwünsche, Führungen etc.:
Stefan Andritschke andritschke@meisterschule-ebern.de
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