Tettau
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Tettau lädt zum Genießen ein

Ein Jahr gelungener Generationswechsel im "Possecker" - Ostermarkt und verkaufsoffener Sonntag in Tettau am 14. April 2019
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Anfang 2018 hat Philip Müller (links) die Gaststätte "Possecker" von seinem Großonkel Rainer Tröbs (rechts) übernommen.
Anfang 2018 hat Philip Müller (links) die Gaststätte "Possecker" von seinem Großonkel Rainer Tröbs (rechts) übernommen.
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Im Januar 2018 übernahm Philip Müller mit gerade einmal 26 Jahren die Traditionsgaststätte "Possecker" in Tettau. Hinter ihm liegt ein ebenso ereignis- wie erfolgreiches erstes Jahr. Sein Resümee ist durch und durch positiv.

Frisch und modern, dabei gleichzeitig gemütlich und traditionsbewusst - mit seinem neuartigen Gastronomie-Konzept möchte Philip Müller "Genuss und Geselligkeit" vereinen. Während er den Gastraum des "Possecker" mit seinem Stammtisch sowie den Steinbruch kaum verändert hat, so dass die treuen Stammtischler weiterhin in gewohnter Umgebung ihr Bier trinken und Karten spielen können, verhalf er dem großen Saal des Gasthauses mit einer neuen geschmackvollen Einrichtung und edlen Optik zu einer ganz besonderen Atmosphäre. Wie gut ihm das Zusammenbringen von Tradition und Moderne gelungen ist, davon überzeugte sich seit dem Eigentümerwechsel bereits eine überwältigende Anzahl an begeisterten Gästen.

"Meine Erwartungen und Wünsche haben sich in jeglicher Beziehung mehr als erfüllt", blickt der jüngste Gaststätten-Inhaber des Landkreises voller Dankbarkeit auf ein wunderschönes erstes Jahr zurück. Am 6. Januar 2018 hatte der Jung-Gastronom die seit 1865 in Tettau alteingesessene Gaststätte von seinem Großonkel Rainer Tröbs übernommen und ihr seine ganz eigene Handschrift gegeben. So unterschiedlich wie die Gestaltung der Räumlichkeiten, präsentiert sich auch die Speisekarte - zwischen gut bürgerlicher Küche wie Bratwürsten und Sauerkraut, hausgemachter Sülze sowie fränkischen Braten mit Klößen als auch insbesondere gehobener Gastronomie mit exquisiten Gerichten. Gleich ist allen Speisen, das sie durchwegs aus frischen regionalen und saisonalen Zutaten zubereitetet werden - von heimischen Zuliefern, von deren Qualität der Produkte der junge Wirt überzeugt ist.

Abwechslung in der Küche

In der Küche schwingen damit seine Mutter Lydia Müller sowie deren Schwägerin Pia Heinlein den Kochlöffel. Neben einer festen Karte gibt es eine jeden Monat wechselnde Karte mit einer täglichen Auswahl an jeweils drei Vor- und Hauptspeisen mit erlesenen kulinarischen Spezialitäten mit Fisch, Steak, Wild, Salaten, Vegetarischem usw. sowie zwei verschiedenen Nachtischen. "Wir haben eine kleine, feine und ehrliche Karte", betont Lydia Müller. Die Kunden schätzten beides - die gutbürgerliche Küche ebenso wie die gehobene. Wichtig sei diesen, dass alles hausgemacht sei. "Renner" seien beispielsweise die Sülze oder Gulaschsuppe sowie vor allem die Schnitzel mit Knusperpanade. "Wir hören oft, dass es immer weniger Restaurants mit guter deutscher, hausgemachter Küche gibt", erzählt sie. Hierfür seien die Leute durchaus auch bereit, etwas weiter zu fahren. Gleiches gelte auch für die immer neuen Kreationen, die von den Stammkunden allmonatlich schon mit großer Spannung erwartet würden. Den Standort in Tettau erachtet sie keineswegs als Nachteil. "Wir haben Kunden aus dem gesamten Landkreis und aufgrund der Nähe auch aus Thüringen", freut sie sich. Ein Selbstläufer sei eine solche Gastronomie aber keineswegs und man dürfe sich auch nicht auf dem Erreichten ausruhen. Vielmehr dürfe man nicht nachlassen in den Bemühungen, die Qualität hoch zu halten und den Gästen etwas Besonderes zu bieten. "Wichtig ist die Mund-zu-Mund-Propaganda - das ist unsere beste Werbung. Unzufriedene Kunden könnten wir uns gar nicht leisten", ist sich der Inhaber sicher. Dass sein Konzept von Anfang an so gut ankam, hat ihn dann aber doch etwas überrascht.

Der Chef bedient selbst

Weil er den direkten Kontakt mit den Kunden mag, bedient im "Possecker" der Chef selbst. "Mir macht das einfach mehr Spaß als in der Küche", erklärt der gelernte Bäcker, der als Zeitsoldat sechs Jahre ein Offizierskasino im Bayerischen Wald leitete. Dort war er zwei Wochen in der Küche eingesetzt, bevor er in den Service wechselte - wie nunmehr auch in seiner eigenen Gastronomie.

Zum "Zapfen", wie die Gaststätte in der Glasmachergemeinde auch genannt wird, kam Philip Müller eigentlich aus einer Bierlaune heraus. Er spielte damals mit einigen Kollegen Karten im Wirtshaus seines Großonkels, der auf der Suche nach einem Nachfolger war. Schnell wurde die Idee konkreter, obwohl der Jung-Gastronom hierfür schon einige überraschte Gesichter seiner Freunde sowie Familie erntete - verbunden mit einiger Skepsis, gerade auch hinsichtlich der Größe des "Possecker", das auch über sechs Fremdenzimmer verfügt. "Aber alle standen von Anfang an voll hinter mir", ist der 28-Jährige sehr dankbar. Im Familienunternehmen "Possecker" helfen noch seine Tante und Oma mit. Beim Einzug packten auch seine Freunde tüchtig mit an, da die Zeit für die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zwischen Ende Dezember 2017 bis zur Neueröffnung am 6. Januar 2018 extrem kurz bemessen war.

Die Eröffnung am Dreikönigstag zum "Stärke antrinken" war dann gleich ein großer Erfolg - und der gelungene Auftakt in ein ereignisreiches Jahr mit vielen Highlights wie beispielsweise der "Ladies Night" über den Dächern von Tettau oder der "Tag des Bieres". Hervorragend angenommen wurde auch der angebaute Biergarten, herrlich an lauen Sommernächten, von denen es 2018 ja mehr als genug gab. Ideal ist der "Possecker" auch für geschlossene Gesellschaften und die Ausrichtung verschiedener Festlichkeiten, wofür der große Saal für 2019 schon fast ausgebucht ist.

Ein solcher Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Trotz der so unerwartet positiven Entwicklung verhehlt Philip Müller nicht, dass es sich bei der Gastronomie um einen "Knochen-Job" handelt, jenseits einer üblichen 38-Stunden-Woche. Bereut hat er seine Entscheidung jedoch keineswegs. Im Gegenteil! "Ich könnte mir heute nichts mehr anderes vorstellen", so der junge Wirt, der noch viele neue Pläne und Ideen hat. Man darf gespannt sein.

Oster-Markt in Tettau mit verkaufsoffenem Sonntag

Am Sonntag, 14. April 2019, lohnt sich ein Besuch im Gasthaus "Possecker" gleich doppelt, denn nach dem Essen kann man in Tettau noch entspannt Bummeln gehen. Der traditionelle Oster-Markt in Tettau ist ein echter Frühlingsbote. Neben jeder Menge einheimischer Angebote der örtlichen Ladengeschäfte - eine Reihe von ihnen hat ab 13 Uhr geöffnet - bieten am Sonntag, 14. April, wieder zahlreiche Händler ihr großes Sortiment feil: Eine schöne Gelegenheit also, sich auf das bevorstehende Osterfest mit all seiner bunten Vielfalt einzustimmen und nach schönen Dekoideen und Geschenken zu stöbern. hs



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