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24. August

Saisonstart des HSC 2000 Coburg

Die Vestestädter bestreiten morgen ihr erstes Spiel der neuen Saison in heimischer Halle.
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Offizielles Mannschaftsfoto: Mit diesen Spielern startet der HSC 2000 Coburg in die neue Saison. Foto: PR
Offizielles Mannschaftsfoto: Mit diesen Spielern startet der HSC 2000 Coburg in die neue Saison. Foto: PR

Endlich geht es wieder los! Am Samstag startet die 2. Handball-Bundesliga in ihre 9. Saison seit der Wiedereinführung der eingleisigen 2. Liga.

Mit dabei ist natürlich auch wieder der HSC 2000 Coburg, der zum Ende der vergangenen Saison den Aufstieg in die 1. Bundesliga knapp als Tabellendritter nur um Haaresbreite verpasst hat.

Die Mannschaft

Nach den Abgängen von Markus Hagelin (Rückkehr nach Schweden), Patrick Weber (TuS Ferndorf) und Anton Prakapenia (HSG Nordhorn-Lingen) war klar, dass dem HSC ein Umbruch allen voran im Deckungszentrum bevorsteht.

Diese Lücke füllten die Verantwortlichen mit den Verpflichtungen vom Bundesligaerfahrenen Andreas Schröder, der vom HC Erlangen kommt, und dem tschechischen Nationalspieler Stepan Zeman (HC Zubri/CZE). Beide bestachen in den Testspielen auch im Angriff bereits mit dem ein oder anderen schönen Zusammenspiel. Außerdem rückte Max Preller aus der eigenen Jugend in den Kader auf und ist damit ein weiterer Fingerzeig auf den "Coburger Weg", junge Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren.

Die Vorbereitung

Mit der nun abgeschlossenen Saisonvorbereitung ist HSC-Trainer Jan Gorr soweit zufrieden, hat sein Team doch das eine oder andere bemerkenswerte Ergebnis erzielen können. In die knapp fünfwöchige Vorbereitung bat Gorr seine Mannschaft mit dem Trainingsauftakt am 10. Juli. Zehn Tage später stand dann bereits das erste von zwei Trainingslagern an, welches ins mittelhessische Biskirchen führte. Dort weilten die Oberfranken bereits vor zwei Jahren und fanden auch dieses Jahr wieder beste Organisation und Möglichkeiten für den athletischen Trainingsschwerpunkt durch den beheimateten SV Stockhausen vor. Im Rahmen des 40-jährigen Vereinsjubiläums des SV Stockhausen absolvierten die Coburger außerdem ein Testspiel gegen den hessischen Oberligisten HSG Pohlheim. "Unser Schwerpunkt bestand natürlich darin, unsere neuen Spieler schnellstmöglich in unser Spiel zu integrieren und ihnen ihre Rolle im Mannschaftsverbund aufzuzeigen", gibt Gorr das erste Ziel der Vorbereitung preis.

Nach dem Hoffest am 27. Juli, als Spieler und Staff gemeinsam mit den Fans im Hof der HSC-Geschäftsstelle die Saisoneröffnung feierten und es als besondere Aktion eine persönliche Dauerkartenübergabe durch die HSC-Spieler gab, ging es dann ins zweite Trainingslager nach Linden-Leihgestern. Neben dem auf spielerische Komponenten gesetzten Schwerpunkt, nahm der HSC dort erneut am gut besetzten Linden-Cup teil und wusste zu überzeugen: Einem 28:26-Sieg gegen Bundesligist GWD Minden folgte eine achtbare 27:28-Niederlage gegen den starken Bergischen HC, ehe man Ligakonkurrent TV Hüttenberg mit 30:27 besiegte und sich den 2. Platz des Turnieres sicherte. Jan Gorr schätzte den Stand der Vorbereitung im Anschluss an das Turnier "sehr positiv" ein und war "vor allem mit der Integration unsere neuen im Abwehrverbund" durchaus zufrieden.

Der Test eine Woche später gegen Zweitligaaufsteiger ThSV Eisenach, als das Team sich erstmals den eigenen Fans in der HUK-Coburg arena in Aktion zeigte, offenbarte aber auch, dass es neben guten Offensivaktionen der Vestestädter noch Abstimmungsprobleme im Defensiv-Verband gibt. Gorr bemängelte auch anschließend die Beinarbeit seiner Truppe in den Defensivaktionen.

Bereits zwei Tage später sollten die HSC-Spieler die Worte ihres Trainers beherzigen, als es zum Spielothek-Cup in Lübbecke und Minden ging und am Samstag erneut GWD Minden in die Knie gezwungen wurde (23:20). Im Finale am darauffolgenden Tag gegen Ligakonkurrent TuS N-Lübbecke zog man zwar mit 25:26 den Kürzeren, zeigte aber eine deutlich stärkere zweite Halbzeit. "Insgesamt bin ich zufrieden mit der Vorbereitung. Dass noch nicht alles rund läuft erklärt sich auch von selbst. Wir haben eben auf zentralen Positionen Veränderungen und dafür nur eine sehr kurze Vorbereitung. Aber die Mannschaft hat ihr Potenzial schon mehrfach angedeutet und wir sind froh, dass es nun endlich losgeht", gibt Gorr Einblicke in die Vorfreude auf den Saisonstart.

Die Liga

In der nun beginnenden Saison wird es zum Ende hin zeitlich etwas enger, endet die Saison aufgrund der Olympischen Spiele in Tokio 2020 bereits am 23. Mai. Für gewöhnlich fand der letzte Spieltag in den letzten Jahren immer erst Anfang oder Mitte Juni statt. Gleichzeitig ist die Umstrukturierung der Liga von 20 auf 18 Mannschaften abgeschlossen, was mit sich bringt, dass die bei Spielern eher unbeliebten Doppelspieltage (Freitag/Sonntag) der Geschichte angehören und die Liga sich nur noch auf 34 statt 38 Spieltage erstreckt. Während die Aufstiegssituation mit zwei Aufsteigern geregelt ist, gilt in der Abstiegsregion nun der direkte Abstieg in Liga drei für den 17. und 18. der Saison und der Tabellensechtzehnte bekommt durch die Relegation gegen einen Drittligisten die Chance, sich noch in der Liga zu halten.

Saisonstart mit Heimspiel

Der HSC startet gegen den TV Emsdetten mit einem Heimspiel, ehe es am 2. Spieltag zum stimmungsvollen Derby nach Aue geht. In den folgenden beiden Heimspielen gegen die beiden Aufstiegskandidaten TuS N-Lübbecke und den Altmeister VfL Gummersbach geht es gleich in die Vollen und werden bereits Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt.

Die Aufstiegsfavoriten

Auf der Liste der Aufstiegsfavoriten stehen erwartungsgemäß die beiden Bundesligaabsteiger VfL Gummersbach und SG BBM Bietigheim ganz oben. Um die Ansprüche zu untermauern, verpflichtete der VfL trotz des Abstieges unter anderem Filip Ivic von Champions League Sieger KS Kielce, während Weltmeister Michael "Mimi" Kraus sich für eine Fortführung seines Vertrages bei Bietigheim entschied. In der ersten Runde des DHB-Pokals wusste vor allem der ASV Hamm-Westfalen zu überzeugen, welche sich jedes Jahr still und heimlich im oberen Tabellendrittel bewegen. Außerdem zählen der TuS N-Lübbecke, TuSEM Essen und der VfL Lübeck-Schwartau sicher zum erweiterten Kreis. Aufgrund der lediglich zwei Aufstiegsplätze gilt allerdings für alle Mannschaften, dass es wohl auf jeden Punkt ankommen wird und schon eine Schwächephase das Ende der Aufstiegsträume bedeuten kann.

Das Ziel

"Wir wollen uns von Anfang an wieder im vorderen Tabellenbereich festsetzen und solange wie möglich dort bleiben. Natürlich muss über eine Saison von 34 Spieltagen alles zusammenpassen und wir müssen von größeren Verletzungen verschont bleiben. Wenn wir aber unsere Leistung konstant abrufen, traue ich der Mannschaft zu, auch in diesem Jahr bis zum Ende vorne mit dabei zu sein", gibt sich HSC-Coach Gorr angriffslustig.

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