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Lichtmesskirchweih in Effelter

Vom 23. bis 27. Januar 2020 wird in Effelter die erste Kirchweih des neuen Jahres im Landkreis Kronach gefeiert
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Traditionell beginnt in Effelter das Kirchweihjahr. Unser Bild zeigt die Filialkirche St. Peter und Paul.   Foto: Archiv
Traditionell beginnt in Effelter das Kirchweihjahr. Unser Bild zeigt die Filialkirche St. Peter und Paul. Foto: Archiv

Die erste Kirchweih des neuen Jahres wird alljährlich in Effelter gefeiert. Der Wilhelmsthaler Ortsteil ist bestens für die kommenden Kerwatage gerüstet. Vom 23. bis 27. Januar warten die Gasthäuser Punzelt und Löffler mit Kirchweihspezialitäten aus Küche und Keller auf.

Donnerstag und Freitag verwöhnen beide Gaststätten ihre Gäste mit Schlachtschüssel, am Freitag steht zusätzlich Krenfleisch auf der Speisekarte. Während das Gasthaus Löffler am Freitag noch

knusprige Grillhaxen serviert, darf man sich im Gasthaus Punzelt über leckere Schäufele freuen. Auch von Samstag bis Montag stehen überall schmackhafte Kirchweihspezialitäten bereit.

St. Peter und Paul

Die Ortschaft Effelter wurde 1223 erstmals in einer Stiftungsurkunde des Herzogs Otto VII. von Meranien erwähnt. Wann einst die Filialkirche von Effelter eingeweiht worden ist, kann nicht genau festgestellt werden. Die ursprüngliche Kirche war eine kleine Kapelle und wurde von einem Bamberger Fürstbischof etwa um das Jahr 1400 eingeweiht. Umringt war sie von fünf Linden und wurde deshalb im Volksmund auch die "Fünf-Linden-Kapelle" genannt. Sie wurde schließlich Filialkirche und gehört bis heute zur Mutterpfarrei St. Ägidius, Lahm. Etwa um 1400 herum machte die wachsende Bevölkerungszahl einen Neubau erforderlich. Diese erste Kirche war vermutlich dem Hl. Jakobus geweiht und lag somit an einem Pilgerweg nach Santiago de Compostella. 1486 wurde ein Ablass erteilt und die Kirchengemeinde Effelter erstmals urkundlich erwähnt. 1769 ließ Pfarrer Johann Konrad Mitlacher eine Mauer um die Kirche ziehen. Dass es sich um eine Wehrkirche handelt, unterstreichen auch die Schießscharten im ersten Obergeschoss des Turmes.

Im Jahr 1807 wütete im Ort ein schrecklicher Brand, bei dem auch die Kirche fast völlig zerstört wurde. Beim Wiederaufbau 1809 wurde das Langhaus um eine Achse erweitert. Aus der profanierten Kronacher Martinskirche bekam man einen Großteil der Inneneinrichtung. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde ein Volksaltar aufgestellt; der Marienaltar wurde entfernt. Das besondere Schmuckstück ist eine Muttergottesstatue mit Kind und Strahlenkranz aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahre 2009 wurde die Filialkirche außen und innen renoviert.

Der Festgottesdienst zur Kirchweih findet am Samstag um 19 Uhr statt.