Uetzing
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Kirchweih Uetzing 2016

Fünf Tage lang wird in Uetzing gefeiert, wenn vom 5. bis 9. August die beliebte "Ützicher Kerwa" stattfindet.
Am Kirchweihsonntag findet eine eucharistische Prozession durch den Ort statt.
Am Kirchweihsonntag findet eine eucharistische Prozession durch den Ort statt.
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Fünf Tage, von Freitag bis Dienstag, 5. bis 9. August, wird die bis über die Landesgrenzen hinaus bekannte "Ützicher Kerwa" gefeiert. Natürlich mit einem feierlichen Festhochamt um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer am Sonntag, zelebriert von Pfarrer i. R. Hans Hübner. Im Anschluss an den Gottesdienst findet eine eucharistische Prozession durch den Ort statt. Musikalisch wird die Prozession von der Uetzinger Blaskapelle umrahmt. Die Besucher können sich neben dem kirchlichen Höhepunkt vor allem auf zünftige Gaumenfreuden und musikalische Unterhaltung freuen. An den Kirchweihtagen warten die Gastwirtschaften "Zum Kutscher", "Beim Stephan", "Uetzinger Metzgerbräu" und "Grüner Baum" mit Deftigem, Zünftigem oder Kulinarischem auf. Beispielsweise gibt es auf dem Marktplatz wieder reichlich Live-Musik, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

So haben sich beim "Stephan" für Freitag, 18.30 Uhr, die Musiker von "DustyDixx" angekündigt.


Zünftige Musik

Am Samstag, ab 18.30 Uhr, wird es mit "WART a-moll" bestimmt zünftig. Am Sonntag, ab 17.30 Uhr, zeigen sich "Die Gseea Wepsn" von ihrer deftigen Seite. Die "Saggradi" gibt am Montag, ab 17.30 Uhr, seine Visitenkarte im Land der Nüsse ab. Beim Gasthof "Zum Kutscher" gibt es am Freitag, ab 18 Uhr, Musik mit "Holger Haßfurter" - die fröhliche 1-Mann-Band. Am Sonntag zum Frühschoppen spielt die Uetzinger Blaskapelle auf. Ab 17 Uhr unterhalten "Petra & Bobby" auf dem Marktplatz die Kirchweihgäste. Zum Kirchweihausklang am Montag, ab 18 Uhr, geht es zünftig, fränkisch, imposant mit "Christian Bauer" zu.

Darüber hinaus findet am Dienstag noch die Hühnerkerwa im Uetzinger Schulgarten (neben der Raiffeisenbank - Stublanger Straße) statt, welche vom Musikverein Uetzing-Serkendorf organisiert wird.
Los geht es um 12 Uhr mit der fränkischen Hühnersuppe, die dampfend heiß auf den Teller kommt. Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr unterhalten die "Nussolinos" im Schulgarten.


Traditioneller Hahnenschlag

Gegen 18 Uhr ist beim traditionellen Hahnenschlag guter Orientierungssinn von Vorteil. Es winken wertvolle Sachpreise. Danach spielt "Mission Böhmisch" im Schulgarten auf. Ein paar Oberpfälzer Musiker, allesamt der Blasmusik verbunden, trafen sich 2013, um gemeinsam böhmische Blasmusik zu machen. Die erste Probe war ein voller Erfolg und so beschloss man, aus einer "Gaudi" doch etwas Ernstes zu machen.

Geschuldet war dies sicher auch, dass sich die Musiker bereits von vorausgegangenen musikalischen Projekten kannten. Initiator und musikalischer Leiter Daniel Käsbauer holte zusätzliche Musiker ins Boot und formte schließlich einen unverwechselbaren Klangkörper.
Das gemeinsame Ziel ihrer Mission: gute böhmische Blasmusik wieder mehr unter die Bevölkerung zu bringen. Deshalb gehören ebenso Klassiker der böhmischen Blasmusik wie auch Eigenkompositionen zum Repertoire. In Uetzing sind alle Gäste willkommen.


Pfarrkirche prägt das Ortsbild

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer liegt am Hang eines Ausläufers des Alten Staffelberges und bildet zusammen mit dem ummauerten Friedhof, dem Pfarrhof und dem alten Schulhaus eine erhöhte, das Ortsbild beherrschende Baugruppe. Der Chor und Teile des Turmes sind die ältesten Bauteile der heutigen Uetzinger Pfarrkirche.

Sie entstammen dem 13. und 14. Jahrhundert.
Die Wölbung des Chores ist jedoch in das 15. Jahrhundert zu datieren. Ein größerer Umbau der Pfarrkirche ist laut einer Inschrift im Jahr 1559 erfolgt, zur gleichen Zeit dürfte der im Kern noch hochmittelalterliche Turm seine heutige Gestalt erhalten haben. Wegen der starken Zunahme der Pfarrgemeinde wurde die Kirche 1719 durch den Staffelsteiner Baumeister Johann König auf die heutigen Ausmaße vergrößert. Durch die bekannten Bamberger Stuckateure Franz Jakob und Johann Jakob Vogel erhielt das Gotteshaus eine barocke Ausstattung.
Die im Wesentlichen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende barocke Altarausstattung wurde 1876/77 nach Neuhaus bei Hollfeld verkauft. Ersetzt wurde sie durch neugotische Altäre und eine entsprechende Kanzel, die Georg Fuchs aus Forchheim und der Kunstschreiner Matthäus Dennefeld aus Bamberg anfertigten.


Im Zuge einer Renovierung der Kirche wurde 1955 die neugotische Ausstattung entfernt und vernichtet. Stattdessen schuf der in Erlangen ansässiger Maler Paul Plontke im Stil eines mittelalterlichen Flügel- beziehungsweise Wandaltares mehrere Altarbilder. Diese sind dem Kirchenjahr entsprechend zu sehen. Gerd Klemenz