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Kirchweih in Pferdsfeld

Am zweiten Sonntag im September feiert Pferdsfeld seine zweite Kirchweih: die Herbstkirchweih.
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Foto: CT-Archiv/Thomas Hümmer
Foto: CT-Archiv/Thomas Hümmer

Die Orte in der Pfarrei Ebensfeld, die über kein eigenes Gotteshaus verfügten, haben schon immer eine Woche vor den Ebensfeldern ihre Kirchweih gefeiert. Eine Tradition, die sich die Pferdsfelder bis heute bewahrt haben - auch wenn sie mittlerweile eine schmucke kleine Kirche ihr Eigen nennen dürfen.

Bereits Anfang der 1950er Jahre gab es erste Überlegungen zum Bau eines eigenen Gotteshauses. Zur Realisierung des Vorhabens gründeten engagierte Pferdsfelder einen eigenen Kapellenbau-Verein. Nach zweijähriger gemeinsamer Anstrengung wurde 1958 die Kirche fertiggestellt. Zur Erinnerung wird am Sonntag vor Christi Himmelfahrt alljährlich das Kirchweihfest gefeiert.

Obwohl etwas abseits gelegen und kleiner als das benachbarte Unterneuses kann Pferdsfeld auf eine längere Geschichte zurückblicken. Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich um 800 nach Christus in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda.

Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte zeigten die Pferdsfelder nicht nur beim Bau ihrer Kirche ununterbrochenen Gemeinschaftssinn. Davon zeugt auch das Gemeindehaus. Ein schmucker Fachwerkbau mit einem Glockentürmchen. Vor einigen Jahren wurde das rund 250 Jahre alte Gebäude, das einst die Dorfschmiede beherbergte, umfassend saniert.

Aus dem noch heute sichtbaren "Rauchmaul" an der Außenseite des Gebäudes quoll einst der Qualm der Esse, wenn der Dorfschmied die Pferde der Bauern beschlug. Heute sind in dem Gebäude die Gerätehalle der Freiwilligen Feuerwehr und der Dorfbackofen untergebracht. Noch heute zieht ein Duft von frischgebackenem Brot durch das Dorf. Mehrere Familien nutzen noch immer den Dorfbackofen. Zudem präsentiert sich der Ort als schmucke Gemeinde mit liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern und Vorgärten, die besonders jetzt im Herbst reich blühen.

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