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23. bis 26. August

Kirchweih in Knetzgau

In Knetzgau wird wieder mit großem Vergnügungspark und zahlreichen Attraktionen zünftig gefeiert.
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Der Musikverein führt den Kirchweihumzug an - dieser führt am Freitagabend vom Rathaus zum Festplatz. Am Sonntag wird um 10 Uhr der Festgottesdienst in der barocken Pfarrkirche gefeiert. Fotos: Christiane Reuther
Der Musikverein führt den Kirchweihumzug an - dieser führt am Freitagabend vom Rathaus zum Festplatz. Am Sonntag wird um 10 Uhr der Festgottesdienst in der barocken Pfarrkirche gefeiert. Fotos: Christiane Reuther
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Die Gemeinde Knetzgau feiert an diesem Wochenende ihr Kirchweihfest. Von Freitag bis Montag, 23. bis 26. August, ist die örtliche Gastronomie mit einem reichhaltigen Speisenangebot bestens auf die Feierlichkeiten eingestellt. Ein Vergnügungspark mit vielen Attraktionen und der Festbetrieb mit kulinarischen Leckerbissen an der Franz-Hofmann-Halle gehören ebenfalls zum Kirchweihfest dazu.

Offizieller Kirchweihauftakt

Der offizielle Kirchweihauftakt startet am Freitag um 18 Uhr mit einem Festzug, begleitet von den örtlichen Vereinen mit Fahnenabordnungen vom Rathaus zum Festplatz an der Franz-Hofmann-Halle. Dort wird der Kirchweihbaum von der Reservistenkameradschaft aufgestellt und anschließend erfolgt die offizielle Eröffnung durch den Bieranstich. Das Kirchweihfest wird in Knetzgau stets am letzten Sonntag im August gefeiert. In der Pfarrkirche, die dem Heiligen Bartholomäus geweiht ist, findet am Sonntag um 10 Uhr das Patrozinium zu Ehren des Kirchenpatrons statt. Der kirchliche Gedenktag für den Apostel und Märtyrer ist der 24. August.

Knetzgau im Wandel der Zeit

Knetzgau zählt zu den ältesten Orten und ist heute die größte Gemeinde im Landkreis Haßberge. Nach geschichtlicher Überlieferung hat um 850 nach Christus ein adeliger Grundherr Namens "Ilbinc" dem Kloster Fulda den Ort übergeben, der damals "Cneezigowe" hieß. Eine von Bamberg kommende, alte Linksmainische Straße führte nach Haßfurt und Gerolzhofen, ein weiterer Weg führte in den Steigerwald. Diese Verkehrslage, die heute zusätzlich durch die günstige Autobahnanbindung unterstrichen wird, hebt die Bedeutung von Knetzgau hervor. Der Ort liegt im Nordosten des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken im Landkreis Haßberge und erstreckt sich im Norden direkt am Main vom Rande der Haßberge bis hin an den nördlichen Rand des Naturparks Steigerwald im Süden. Ein gesundes Wachstum als Wirtschaftsstandort zeichnet die Gemeinde aus und stellt mit ihrer gut ausgebauten Infrastruktur einen zukunftsorientierten Wohn- und Lebensort dar. Voll erschlossene Gewerbegebiete, ausreichend Fachkräfte vor Ort und nicht zuletzt die optimale Verkehrsanbindung machen Knetzgau zum Anziehungspunkt für große und mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleisung und Handwerk.

Im Gemeindewappen wird die geografische Lage Knetzgaus am Rande des Steigerwaldes durch den Dreiberg angedeutet. Die durch große Laubwälder ermöglichte Holz- und Forstwirtschaft findet ihren Ausdruck durch das Buchenblatt. Schließlich wird durch die Weintraube auf den seit jeher betriebenen Weinbau hingewiesen.

Die "Lebensader Main"

Der Main spielte für Knetzgau schon immer eine wichtige Rolle: Die "Lebensader Main" trug in früheren Jahren zum Lebensunterhalt der Familien bei. Im Mittelalter wurde von Knetzgau aus mit Lastkähnen Handel betrieben. Seit den 1950er Jahren erfolgte der Ausbau des Mains zur modernen Schifffahrtsstraße. Heute noch hat die Staustufe Knetzgau eine wichtige Bedeutung für die Schifffahrt auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal sowie als Kraftwerk zur Stromerzeugung. Neben der Schifffahrt blühte auch der Schiffbau in Knetzgau. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts war eine lange Kette von Schelchbauern an den Werkplätzen am Mainufer tätig. Heute erinnert der Schelch im Gemeindewappen an diese lange Tradition. Ein Schelch am Autobahnzubringer und in der Ortsmitte von Knetzgau dokumentiert die Geschichte des Schiffbaus.

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