Anzeige

Kirchweih in Kirchlauter

Kirchlauter lädt vom 4. bis 7. Oktober zur Kirchweih ein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Schloss der Stauffenberg mit der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.  Foto: Günther Geiling/Archiv
Das Schloss der Stauffenberg mit der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Foto: Günther Geiling/Archiv

570 Jahre ist es nun her, dass Kirchlauter mit den umliegenden Orten von der Mutterpfarrei Zeil abgetrennt und von dem Würzburger Bischof Gottfried von Limpurg zur eigenen Pfarrei erhoben wurde. An Stelle der mittelalterlichen Kirche entstand dann zwischen 1752 bis 1754 die heutige katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die im September 1759 konsekriert wurde. Das traditionelle Kirchweihfest, das an diesem Wochenende gefeiert wird, geht ja im Grunde auf diese Weihe zurück.

Ortskirche als Blickfang

Beherrschend liegt die Ortskirche auf einem Hügel über dem Altort und bildet mit dem Pfarrhaus und der Schlossanlage derer von Stauffenberg (vormalig Guttenbergsches Wasserschloss) das denkmalgeschützte Ensemble des Ortes in den "Heiligen Ländern". Die Kirche entstand nach den Plänen von Ägidius Bierdümpel, dem jüngeren Bruder des Zeiler Pfarrers und Barockbaumeisters Georg Adam Bierdümpel. Farbenprächtig und durch das Rokoko geprägt sind die Altäre, wobei im Zentrum das Altarbild mit der Himmelfahrt und Krönung Mariens steht, der Kirchenpatronin, die von einer Reihe von Engeln umgeben ist.

Im Dorf gab es schon in den Jahren 1480 und 1600 Dorf-Ordnungen. Die letztere weist sogar auf Schankstätten und die Kirchweih hin. "Wir ordnen an und wollen, dass nur in der guttenbergischen Schenkstätte (Rosenwirtshaus) das Ausschenken gestattet sei und bei Notdurft auch im Pfarrlehen (Bärenwirtshaus). Die Wirte sollen sich um gute Getränke für Hochzeiten, Taufen und für die Kirchweihe bemühen und die Preise bei durchreisenden Personen gerecht halten. Ebenso sollen sie die Dorfuntertanen an Werktagen auch nicht sitzen und zechen lassen, es sei denn, es gäbe einen besonderen Anlass." Weiter heißt es dann: "An Kirchweih sollen Speisen und Getränke gereicht, jedoch darauf geachtet werden, dass sich weder Streit und Rauferei noch Unfrieden und Geschrei entwickeln können und dass die Jugend nur bis um 7 Uhr bleibe. Wer dagegen verstoße, müsse Strafe zahlen." Außen an der Schlossmauer entlang durften an diesen Tagen auch auswärtige Händler ihre Stände zum Verkauf ihrer Waren aufstellen, auch fahrende Leute wurden geduldet.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.