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13. bis 16. September

Kirchweih in Ebensfeld

Am Wochenende herrscht wieder reges Kirchweihtreiben.
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Ebensfeld feiert Kirchweih: Sehenswert ist auch das Umfeld der katholischen Pfarrkirche "Mariä Verkündigung".   Foto: Gerda Völk
Ebensfeld feiert Kirchweih: Sehenswert ist auch das Umfeld der katholischen Pfarrkirche "Mariä Verkündigung". Foto: Gerda Völk

Am dritten Wochenende im September wird in der südlichsten Gemeinde des Landkreises Kirchweih gefeiert. Ebensfeld, oft auch als Eingangstor zum Gottesgarten am Obermain bezeichnet, liegt umrahmt von Wäldern und Hügeln, 254 Meter über dem Meeresspiegel. Am kommenden Wochenende feiert die Marktgemeinde vom 13. bis 16. September Kerwa, wie es auf gut fränkisch heißt.

Zu den seit altersher überlieferten Bräuchen gehört auch die Aufstellung eines Kirchweihbaumes. Eine Tradition, die mancherorts in Franken leider in Vergessenheit geraten ist. Anders dagegen in Ebensfeld. Auf Initiative von Bürgermeister Bernhard Storath wurde vor einigen Jahren diese Tradition wieder aufgegriffen.

Mit der Aufstellung des "Kerwas-Baam" startet die Ebensfelder Kirchweih am Freitag, 13. September, 18 Uhr in die erste Runde. Unter der musikalischen Begleitung der Musikvereinigung Ebensfeld wird der Baum zu seinem endgültigen Standort auf dem Kirchplatz gebracht. Anschließend werden die kräftigsten Burschen des Ortes den mit Bändern festlich geschmückten Baum unter den Augen zahlreicher Besucher aufstellen. Im Anschluss findet eine musikalische Unterhaltung durch die Musikvereinigung Ebensfeld statt. Der Festgottesdienst zur Kirchweih startet am Sonntag, 15. September, 10 Uhr.

Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 802. Im Codex diplomaticus Fuldensis wird Ebensfeld (Ebilihfeldono marcu) als Fuldaer Besitz erwähnt. Dieser ging später in den Besitz des Bistums Bamberg über. Bekannt ist auch, dass bereits in vorgeschichtlicher Zeit Menschen in den fruchtbaren Fluren um Ebensfeld siedelten, wie Hügelgräber, Siedlungsstätten und Kultplätze aus der Stein- und Bronzezeit belegen. Dass es sich um fruchtbares Ackerland handelt, davon kündet auch das Wappen der Marktgemeinde, das einen Sämann zeigt, der von Vögeln begleitet über die Felder geht. Das Marktrecht bekam Ebensfeld im Jahr 1426 durch den Bamberger Bischof Friedrich III von Aufseß verliehen. Die Gründung der Pfarrei geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Die Silhouetten fränkischer Dörfer und Städte werden durch ihre Sakralbauten bestimmt. Auch in Ebensfeld ragt der Turm der katholischen Pfarrkirche "Mariä Verkündigung" hoch in den Himmel hinein. Das prägende Bauwerk inmitten des gewachsenen Ortskerns, erhielt vor gut 100 Jahren seine heutige Form. Doch die Ursprünge des Kirchenbaus in Ebensfeld gehen weit bis ins erste Jahrtausend zurück. 1374 findet sich in den Kirchenbüchern die namentliche Erwähnung eines ersten Pfarrers in Ebensfeld. In den Wirren des dreißigjährigen Kriegs niedergebrannt, wird die Kirche laut Bauinschrift 1653 bis 1657 wiederaufgebaut. Zwanzig Jahre später dann ein erneuter Schicksalsschlag. 1677 wird der Kirchturm Opfer eines verheerenden Feuers. Ein Wiederaufbau erfolgt 1696 durch den Bamberger Maurermeister Andreas Reinthaler. Ihr heutiges Aussehen erhält das Gotteshaus 1911/12 mit der Vergrößerung des Langhauses nach Norden, unter Erhaltung der von Anton Berwanger gefertigten Stuckdecke im inneren der Kirche.

Ebensfelder Brauhaus

Der historische Brauerei Gasthof feierte erst seine Wiedereröffnung und lockt nun pünktlich zur Kirchweih mit einer leckeren Kerwa-Karte, aber auch Brotzeiten und warmen Gerichten. Dabei setzt der Familienbetrieb auf regionale Produkte und unterstützt die lokale Bauern und Metzger. Und natürlich wird hier das Bier noch selbst gebraut.

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